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Bangkok: Shopping-Recherche und Spital-Odyssee

Geschluckt und wieder ausgespuckt – so kurz und intensiv kam uns der erste Besuch in Thailands Hauptstadt vor. Der eine Tag und die zwei Nächte hatten es in sich.

Statt wie ursprünglich einmal die Idee war, mit dem Slow Boat von Luang Prabang in den Norden von Thailand zu tuckern, dort über die Grenze einzureisen und Chiang Mai zu besuchen, waren wir nun in 60 Minuten mit Air Asia nach Bangkok geflogen. Die längeren Reise-Etappen sind mit unseren Kindern einfach nicht so prickelnd und Fliegen kann in Asien wirklich günstig sein, selbst für uns zu viert. Wenn auch nicht gerade gut für unseren ökologischen Fussabdruck…

Vom Don Muang Airport in Bangkok wollten wir an jenem Abend ins Stadtzentrum zu unserem reservierten Hotel kommen. Kurzes Ausholen, wie das mit der Preispolitik in Asien läuft: nichts ist verbindlich. Zum Vergleich: die erste angefragte Taxi-Gesellschaft innerhalb des Flughafengebäudes wollte für die Strecke 750 Baht (ca. 22 CHF). Dann kam ein inoffizielles Angebot von einem privaten Fahrer für 600 Baht (ca. 17 CHF). An der nächsten Taxi-Schlange mit einer Wartezeit von sicher einer Stunde wären es noch 550 Baht (ca. 15 CHF) gewesen. Patrick hatte sich im Vorfeld informiert und den günstigsten Trick ausgearbeitet: wenn man den Flughafen zu Fuss verlässt und über eine Brücke die Autobahn Brücke überquert, auf der anderen Seite an der Leitplanke ein Taxi heranwinkt, sei es am günstigsten. Das haben wir dann so gemacht und schliesslich 400 Baht (11.50 CHF) bezahlt. Jaja, wer im Kleinen knausert, reist weiter in dieser Welt 😉. Wobei es mit dem Sky Train oder dem öffentlichen Bus sicher noch günstiger möglich gewesen wäre, aber mit zwei müden Kindern an der Hand gilt es immer, die Kostenbilanz auch mit der eigenen Nervenbilanz abzuwägen.

Nicht geknausert haben wir hingegen beim Hotel Happy 3. Sicherheit, Sauberkeit, die zentrale Lage und ein Swimming Pool waren für uns bei 38°C Tagestemperatur die wichtigsten Argumente. Ein Doppelbett (Patrick, Alexis, Miriam) und ein Einzelbett (Zappel- und Zähneknirscher-Nicola) haben wie immer gut gereicht.

Unser Hotel lag unweit der grossen Shopping-Malls MBK und Tokyu. Dort haben wir dann auch einen ganzen Morgen verbracht, um herauszufinden, wo es die besten Einkäufe zu machen gibt. Somit ist der Entscheid auch gefällt, dass wir Ende Mai unsere letzten Reise-Tage in Bangkok auch im gleichen Hotel absteigen und noch einkaufen werden, bevor wir am 28. Mai mit prall gefüllten Taschen in die Schweiz zurückfliegen. An jenem Recherche-Tag hatten wir lediglich neue Sandalen für die Zwillinge gekauft (bei Alexis Sandalen aus Neuseeland war bereits der Klettverschluss kaputt und Nicolas Sandalen wurden am Kuangsi-Wasserfall in Laos gestohlen, worauf wir nur ganz rutschigen und billigen Sandalen-Ersatz in Luang Prabang gefunden hatten), alles Weitere muss warten. Schliesslich sollen unsere Rucksäcke nicht schwerer werden, wenn wir noch in den Norden und in den Süden Thailands und nach Myanmar reisen.

Window Shopping ist für Nicola und Alexis natürlich nicht so prickelnd wie für uns Erwachsene und vor allem Alexis klagte über Kopfschmerzen. Zum Ausgleich haben wir den heissen Nachmittag am Hotel-Pool verbracht.

Nächtliche Spital-Odyssee

In der zweiten Nacht im Hotel Happy 3 in Bangkok hatte Alexis plötzlich sehr hohes Fieber. Die Mitte des Doppelbettes, wo er lag, war nassgeschwitzt und er wimmerte im Schlaf. Hohes Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen und wir sind seit einigen Wochen unterwegs in den Tropen: Malaria, gilt es da immer auch zu bedenken. Nach nächtlicher Rücksprache via WhatsApp mit der ärztlichen Assistenz Matt und Dr. Fussen in der Schweiz wollten wir das besser abgeklärt haben. Malaria kann gerade bei Kindern sehr gefährlich sein durch einen schnelleren Krankheitsverlauf. So oder so gilt es, innert 24 Stunden nach Fieber-Ausbruch einen Arzt aufzusuchen oder mit Einnahme von Malaria-Notfallmedikamenten spätestens innert 72 Stunden. Malaria-Notfallmedikamente haben wir dabei, diese wollen wir aber noch für Myanmar aufheben, weil dort ein Arzt wohl nicht so schnell erreichbar sein wird wie in Thailand.

Da wir am nächsten Morgen früh zum Flughafen mussten für unseren Weiterflug nach Chiang Mai, galt es, schnell zu handeln. So kam es also, dass wir im Internet bei einer Privatklinik den «24 Hrs Emergency Service for Malaria Checking» ausfindig gemacht hatten und an der Hotel-Reception ein Taxi bestellten. Bargeld, Pass, Krankenversicherungskarte und den fiebrigen Alexis eingepackt und los ging es nachts um 2 Uhr. Patrick blieb im Hotel beim schlafenden Nicola, den wir ja nicht alleine lassen konnten.

Trotz des angepriesenen 24-Stunden-Notfall-Services für Malaria-Tests standen wir beim Hospital for Tropical Diseases vor verschlossenen Türen. Der aufgeweckte Wachmann winkte uns wirsch davon. Was nun? Der Taxi-Fahrer wusste von einem anderen Spital in der Nähe und so fuhren wir dorthin. Wo uns die Wachmänner ebenfalls wegschickten beim Anblick von «Baby» Alexis, nämlich weiter ins Kinderspital. Dort lieferte der Taxi-Fahrer Alexis und mich an einem von vielen Schaltern ab und verabschiedete sich. Er könne leider nicht warten, aber er weigerte sich hartnäckig, überhaupt Geld für die Fahrt zu nehmen. So eine liebe Seele.

So füllte ich am ersten Spitalschalter also Formulare aus, Alexis wurde gewogen (19.8 kg) und gemessen (1.09 m), Puls und Fieber gemessen. Das Fieber war mittlerweile wieder gesunken. Danach sass ich mit dem dösenden, schwitzenden Alexis auf einem unbequemen Plastikstuhl und wir warteten. Und warteten. Und verscheuchten die vielen Mücken um uns herum. Wenn wir nicht schon Malaria hätten, würden wir es wohl spätestens hier erwischen, schoss es mir durch den Kopf. Um uns herum warteten andere Thai-Mütter mit Kindern.

In der Notaufnahme waren vier Frauen beschäftigt. Wobei um Patienten kümmerte sich nur eine, die anderen waren «beschäftigt» mit ihrem Handy (Facebook). Trotz vollem Wartezimmer. Zwischendurch kam Hektik auf durch schreiende Babies. Wir warteten über eine Stunde und nichts tat sich. Also unterbrach ich das Handy-Getue der Krankenschwestern/Ärztinnen mittlerweile etwas genervt und fragte mich durch, wie lange es denn für den Malaria-Test (der übrigens nicht so eine grosse Sache ist) noch dauern würde. Bis endlich jemand gefunden war, der auch ein paar Worte Englisch sprach, und mir erklärte, sie können keinen Malaria-Test machen, dafür müssten wir ins Hospital for Tropical Diseases. Und wofür haben wir dann all die Formulare ausgefüllt, Basis-Untersuchungen gemacht und die halbe Nacht gewartet??? Oder kaum auszudenken: was genau hätten sie mit Alexis gemacht, wenn wir irgendwann einmal drangekommen wären??? Nichts wie weg hier! Also im Morgengrauen mit dem schlaffen Kind auf dem Arm, mittlerweile beide in Tränen aus Erschöpfung und Frustration, auf den Strassen Bangkoks wieder ein Taxi herangewunken und ohne Malaria-Test zurück ins Hotel gefahren.

Alexis hatte noch zwei Stunden geschlafen und wachte fieberfrei wieder auf. Wobei das zum Verlauf von Malaria passen kann, wo das Fieber in Schüben kommen kann… Am Morgen sind wir per Flugzeug (mit rund 30 CHF günstiger und sowieso schneller als per Bus oder Zug) weiter in den Norden von Thailand geflogen. In Chiang Mai hatten wir sicherheitshalber schon die Malaria Clinic ausfindig gemacht und – um es schon vorweg zu nehmen – doch nicht gebraucht. Es war wohl doch ein normaler Grippe-Infekt, denn auch Nicola hatte an jenem Abend Fieber. Inzwischen sind beide wieder fit. So war also die nächtliche Spital-Odyssee ohne Ergebnis eigentlich vergebens gewesen. Aber lieber so, als umgekehrt.

Auf eine zweite Chance, Bangkok! Nächstes Mal bitte ohne Spital und nur noch zum Shopping: Miriam Patrick Nicola Alexis

 

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Ha Noi

In einer noch unbekannten Grossstadt zu einer Unzeit anzukommen und unmotiviert mitten auf der Strasse ausgesetzt werden, ist auf Reisen eigentlich schon zu zweit eine Stresssituation. Und mit kleinen Kindern erst recht. Es ist aber zum Glück auch diesmal alles gut gegangen. Und die folgenden Tage konnten wir Ha Noi noch bei Tageslicht erkunden und fanden alle vier Gefallen an der vietnamesischen Hauptstadt.

Insbesondere das Old Quarter hatte es uns angetan. Wir wohnten mitten in diesem charmanten Altstadtviertel, wo wir uns gemütlich mit der Fahrradrikscha durch das Gedränge von Scootern und Autos chauffieren liessen oder aber zu Fuss auf Erkundigungstour waren. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen. Zwar sind ziemlich breite Trottoirs vorhanden, aber dort sitzen die Einheimischen auf Miniaturstühlchen beim Tee oder aber Scooters sind parkiert. Die Häuser sind so eng gebaut, dafür schier unendlich tief, wie Blicke in schmale Gänge offenbarten.

An einigen Strassen werden nur Bambusleitern verkauft, an anderen wiederum Textilien, wieder eine Strasse weiter sind die Scooter-Werkstätten – alles strikt getrennt und spezialisiert. Laden nur mit Knöpfen wechseln sich mit Ständen voller Reissverschlüsse ab. Auch sämtliche Markenlabels zum selber auf- oder annähen sind erwerblich. Oder gleich die in Vietnam hergestellten Markentextilien zu einem Spottpreis. Garküchen zeichnen das Strassenbild sowie Händlerinnen mit den für Vietnam typischen Spitzhüten, die Früchte, Blumen oder Gebäck zum Kauf anbieten.

Nicola und Alexis standen mit glänzenden Augen vor den Läden voller billiger chinesischer Spielzeuge, so dass wir uns doch noch zu einer Superman- und einer Batman-Figur haben hinreissen lassen. Unsere Jungs unterziehen sicher jedes Spielzeug einer ziemlichen Belastungsprobe, aber dass die Figuren keine 24 Stunden gehalten haben, spricht wirklich nur für Ramsch. Jänu.

Wir waren auf dem Kleidermarkt, um Hosen der immer grösser werdenden Zwillinge zu ersetzen. Auf den Stoffbergen werden Mittagsschläfchen gehalten oder direkt daneben vom Handy Karaoke abgelesen und lauthals gesungen. Für Unterhaltung bei den Kindern, während wir durch die Shirt- und Hosenberge wühlten, war gesorgt. Eigentlich hatten wir in Kambodscha schon ziemlich viel an Souvenirs und Kleidern eingekauft, aber in Vietnam wird wohl nochmals einiges dazu kommen. Mit der Bestätigung aus der Heimat, dass inzwischen auch die zwei aus Malaysia geschickten Pakete heil angekommen seien, sind wir guter Dinge mit der Paketpost aus Asien. Bevor wir Vietnam verlassen, wird noch einmal eine grosse Box gefüllt und abgeschickt.

Meinen Geburtstag haben wir auch in Ha Noi gefeiert, vielen Dank für die vielen Glückwünsche von überall her. Auch an jenem Morgen sind wir im Altstadtviertel herumspaziert und am Nachmittag hatte ich eine Spa-Auszeit für mich alleine mit einer Gesichtsbehandlung und einer Hot Stone Massage. Patrick war diesmal besonders grosszügig mit seinem Geschenk: fast 1 Million vietnamesische Dong hatte er beim Spa für mich springen lassen. Umgerechnet heisst das, die 3-stündige Behandlung hat 40 CHF gekostet 😉. Als Geburtstagskuchen musste dieses Jahr ein Snickers reichen.

In Vietnam bleiben wir insgesamt zwei Wochen und die Tage in Ha Noi haben wir dazu genutzt, für diese Zeit in Nordvietnam ein nicht allzu straffes Programm aufzustellen und die Transporte, Unterkünfte etc. zu organisieren. Einmal geht es nördlich von Ha Noi, dann kurz wieder in die Hauptstadt, danach noch etwas südlich, bevor wir wieder von Ha Noi aus das Land verlassen.

Wir freuen uns auf alle unsere Vietnam-Abenteuer: Miriam Patrick Nicola Alexis

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Zwei Wochen in Katanoi

Für unsere lange Reise sind zwei Wochen Strandferien in Katanoi genau der richtige Start. Die Bucht von Katanoi ist für Phuket verhältnismässig ruhig, die Zufahrtstrasse endet in einer Sackgasse. Die Vorahnung vom Flughafen, warum wohl alle offiziellen Informationen auch in Russisch angeschrieben sind, bestätigt sich hier: 80% der Touristen sind Russen. Die so gut wie alle im riesigen, Bucht-dominierenden All-Inclusive-Hotel Katathani Resort untergebracht sind.

Wir haben unseren Frieden im kleinen Katanoi Resort, wobei hier das «Resort» mehr vermuten lässt, als es eigentlich hergibt. Ein paar Zimmer in einem Block und vier Bungalows sowie ein kleiner Pool, alles in einer Sackgasse gelegen direkt neben einer grossen Baustelle. Es ist sauber und ruhig und wir fühlen uns sehr wohl.

Die Zwillinge planschen ebenso gerne im kleinen Pool statt im Meer, ist doch am Meer immer alles voller Sand (Nicola). Alexis liebt es, durch das Salzwasser zu jagen und sich von den Wellen herumschwemmen zu lassen. Wir sind jeden Tag am Meer, meistens direkt nach dem Frühstück und gegen Abend wieder auf einen Spaziergang, um zu überprüfen, ob die Flut wirklich all unsere Sand-Bauten weggeschwemmt hat. Zugegeben: die Sand-Festung auf dem einen Foto mit den Wachleuten ist nicht von uns, wir graben eher Löcher oder schütten Sand-Vulkane auf.

Der weisse Sandstrand von Katanoi ist nur ein paar Gehminuten von unserer Unterkunft entfernt. Er ist beidseitig eingerahmt von Felsen und etwas versteckt in diesen Felsen im Süden haben wir unsere Piraten-Bar entdeckt: ein paar Plastiktische und -stühle sowie Liegestühle direkt im Sand, alles andere ist gebastelt und befestigt mit Schwemmholz und Felsen. Inklusive Piraten-Flagge an der Bar. Mit feinem Thai Food und sehr nettem Personal. Die tätowierten Männer werden von unseren Jungs ehrfürchtig als Piraten betrachtet, schliesslich hängt eine Piratenflagge an der Bar.

Eine grosse Holzschaukel lädt zum Verweilen ein, auf den Felsen lässt sich bei Ebbe prima klettern und nach kleinen Krebsen und Fischen jagen. Und beim grossen Abfallhaufen ein Stück weit weg von der Bar werden regelmässig Riesenwarane gesichtet. Mit einem eisgekühlten Chang-Bier oder einem frischen Ananassaft an der Piraten-Bar, den Blick über die ganze Bucht schweifend, die Augen zusammengekniffen vom Glitzern des Meeres, während sich die Zehen in den warmen Sand graben: das kommt dem Paradies schon sehr nahe.

Die Hauptstrasse von Katanoi ist gesäumt von ein paar Restaurants, einer Hand voll Massage-Salons (die davor wartenden Massage Ladies sind die grössten Fans unserer Zwillinge) und zwei, drei anderen Shops. Alles ganz übersichtlich und uns kannte man schon nach dem ersten Tag. Einerseits, weil wohl nicht sehr viele Nicht-Katathani-All-Inclusive-Touristen im Ort wohnen. Und andererseits wegen der zerkratzten Gesichter unserer Zwillinge. Noch immer rufen uns die Tuk-Tuk-Fahrer feixend «Fighting! Fighting!» oder «Thai Boxing!» zu und zeigen dabei ihr breitestes zahnloses Lachen (übrigens der perfekte Motivator für besseres Zähneputzen bei den Zwillingen – so wollen sie ja nicht aussehen…).

Wir geniessen die frischen Früchte und den leckeren Thai Food sehr, die feinen Düfte von morgens bis in die Nacht wecken beim immer-hungrigen Alexis stets neue Gelüste. Er isst einfach alles, auch an Schärfegraden, bei denen Patrick zwei Mal mit Bier nachspülen muss und die ich längst weit von mir weise. Nur Nicola ist froh, kann er ab und zu auch eine Pizza oder einfach nur «Fried Rice» bestellen. Fried Squid (Tintenfischringe) geht auch immer.

Heute ist noch etwas ganz Besonderes passiert. Wir schlenderten gegen Abend gerade der Hauptstrasse entlang (das dauert immer seine Zeit, bis die Zwillinge alle begrüsst und High-Fives verteilt haben), als plötzlich ein blauer Toyota Pick-Up vorbei fuhr mit nichts Geringerem geladen als einem Elefanten. Wir – schon ganz ortskundig durch das viele Spazieren- wussten natürlich, dass die Hauptstrasse in einer Sackgasse endet. Also nichts wie hinterher, um zu schauen, wohin der Elefant wohl gebracht wird. Und tatsächlich: am Ende der Bucht steht der blaue Toyota Pick-Up und der kleine Elefant wird gerade feierlich hergerichtet, für eine Hochzeit, wie uns der Mahout (Elefantenführer) wissen lässt. Die Elefantendame namens Nancy ist wie die Zwillinge auch 4 Jahre alt und so herzig! Wir kauften schnell für 50 Baht (ca. 1.40 CHF) Bananen und Bambus und durften dies der Elefantendame füttern und sie ausgiebig streicheln und mit ihr kuscheln. Nicola war anfänglich noch ängstlich, Alexis traute sich schnell, die raue Elefantenhaut zu streicheln und Nancy Bananen zu reichen. Ich bekam zum Abschluss noch eine Rüssel-Umarmung und einen -kuss von Nancy. So ein schönes Geschöpf, der Elefant!

Für uns als Familie ist Katanoi perfekt. Und sollte uns in den insgesamt zwei Wochen nach mehr Action sein, sind wir mit dem Tuk-Tuk in zehn Minuten mitten im Getümmel der Nachbarsbucht Kata oder auf einem Tagesausflug etwas weiter weg. Dazu mehr in einem nächsten Bericht.

Vollkommen zufrieden mit dem Reiseauftakt: Miriam Patrick Alexis Nicola

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Wir sind startklar

Der Countdown läuft… ab!

Von Familie und Freunden haben wir zum Abschied noch viele gute Wünsche, Reise-Schutzengel und Geschenke mitbekommen, von sehr guten Freunden noch die Magendarmgrippe. Nun, aktuell ist bei allen wieder alles «dicht» und das bleibt hoffentlich so für die morgige Flugreise nach Thailand.

Es ist Abend, die aufgeregten und aufgedrehten Zwillinge haben doch noch ihren Schlaf gefunden, wir Eltern packen die letzten Sachen. Unsere Rucksäcke stehen bereit (aktualisierte Checklisten), die wichtigsten Dokumente sind griffbereit, der Wecker ist gestellt für morgen früh um 5.00 Uhr. Brigitte und Roland (Eltern von Miriam) bringen uns so früh zum Bahnhof, wobei es sich auch Patricks Eltern nicht nehmen lassen, uns ebenfalls am Bahnhof zu verabschieden. Ab 6.24 Uhr fahren wir mit dem Zug Richtung Flughafen Zürich.

Mit Qatar Airways fliegen wir 6 Stunden nach Doha. Dort können die Jungs während den 3 Stunden Aufenthalt die Flughafenkorridore rauf und runterrennen, bevor wir durch die Nacht weitere 6 Stunden bis nach Phuket fliegen. Ankunftszeit ist am Samstagmorgen 6.45 Uhr. Etwas mehr als eine Stunde später sollten wir unser Zuhause für die nächsten zwei Wochen schon bezogen haben und auf dem Weg zum nahegelegenen Sandstrand sein.

Der nächste Gruss kommt dann bereits aus Thailand. Tschüss zäme, auf Wiedersehen, au revoir, ciao a tutti, hasta la proxima, bye bye – schön, begleitet ihr uns auf unserer Reise!

Startklar: Miriam Patrick Nicola Alexis

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Reiseausrüstung

«Und, schon einmal probegepackt?» Diese Frage bekommen wir nun immer öfters zu hören. Unsere Antwort: Nein.

Mit der wachsenden Reiseerfahrung kommt auch die Erkenntnis, mit wie wenig man eigentlich auskommen kann. Mit diesem Wissen gehen wir die Reisevorbereitung relativ locker an. Ausserdem bekommt man das meiste, was wir zum Leben brauchen, irgendwo auf der Welt auch.

Trotzdem: unsere «Sammelecke», in der wir vorzu alle Utensilien bereitlegen, die auf die Reise mitkommen sollen, nimmt ein immer grösseres Ausmass an. Ob das wirklich alles an unsere Körper sowie in die zwei grossen Trekking-Rucksäcke, zwei kleinere Hand-Gepäck-Rucksäcke und zwei noch kleinere Kinder-Rucksäcke passt? Mit zwei Kindern braucht es doch einige Sachen mehr als nur zu zweit.

Zum Glück sind die Windelzeiten vorbei, das spart uns richtig viel Volumen! Ausserdem sind Nicola und Alexis ziemlich genügsam mit Spielsachen, will heissen, sie können sich mit Sand, Steinen, Stöcken oder Sonstigem aus der Natur mindestens genauso gut, wenn nicht sogar besser beschäftigen als mit Plastik oder Elektronik. Einziger Diskussionspunkt waren noch die Kuscheltiere, die mit auf die Reise kommen sollten. Jeder darf sich eines von seinen Tieren auswählen. Bedingung ist, dass es in den Kinderrucksack passt. Nur ist das jeweilige Lieblingskuscheltier – Alexis’ Orang-Utan und Nicolas Hai – je so gross sind wie die Kinder selber. Wie gut nur, dass im ersten Päckchen des Abreisekalenders das jeweilige Jungtier drin war und dieses wurde nicht nur sofort ins Herz geschlossen, sondern auch auserkoren für die Reise.

Was nebst dem Baby-Oang-Utan und des Baby-Hai sonst noch mit soll, ist nachzulesen unter Checklisten (Ausrüstung, Kleidung, Hygiene, Papierkram, Sonstiges, Apotheke). Diese Checklisten sind zumindest einmal der Plan. Und zum Anpassen dieses Planes bleiben uns ja noch knapp 20 Tage…

Optimistisch wie immer: Miriam Patrick Alexis Nicola

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Autsch! Reisemedizin und Impfungen

So wie wir freuen sich auch die Zwillinge schon seit Wochen auf die grosse Reise. Zweifel und seitens Nicola sogar impulsiver Boykott kamen lediglich beim Besuch im Reisemedizinischen Institut des Kantonsspitals Aarau auf. „I wott ned uf dReis!“ was dann wohl eher heissen sollte, dass er keine Spritze bekommen wollte. Leider war dies notwendig – obwohl die Zwillinge schon in den letzten Jahren genug vor-geimpft waren und jetzt nur noch die Tollwut-Impfung verabreicht bekommen (d.h. drei Spritzen in zeitlichem Abstand). Tränen fliessen trotzdem.

Auch Patrick und ich sind von unserer letzten Reise noch ziemlich gut geimpft. Doch leider sind unsere Impfausweise seit der Weltreise und dreimaligem Umziehen nicht mehr auffindbar, nur noch in eingescannter Form. Wir brauchen also auch noch ein paar Auffrischungsimpfungen, Patrick insgesamt sechs Spritzen, ich drei. Irgendwie lässt uns das Gefühl nicht los, dass wir die eine oder andere Impfung jetzt doppelt haben… Aber wahrscheinlich zählt hier auch, besser doppelt als gar nicht. Die Kinesiologin wird es wieder ausgleichen!

Mehr „Arbeit“ als die Impfungen ergibt sich aus der medizinischen Reiseberatung und mit dem Zusammenstellen der Reiseapotheke, insbesondere, weil die Kinder öfters separate Medikamente brauchen. Hierzu ein grosses Dankeschön an Dr. Fussen!

Unter der Checkliste Apotheke könnt ihr die Details nachlesen. Nun gilt es, dies alles gewicht- und platzsparend im Rucksack zu verstauen. Aber zuerst einmal alles auspacken, denn Verpackungen oder zehnsprachige Beipackzettel sollen möglichst keine mit. Die Anwendung und die Dosierung schreiben wir ganz klein ab und kleben den Zettel auf jedes einzelne Medikament.

Auf eine Rucksackreise nimmt man bekanntlich nur mit, was man wirklich braucht. Dieser Grundsatz trifft jedoch auf die Reiseapotheke nicht zu. Hier hoffen wir, dass wir davon möglichst viel unverbraucht wieder nach Hause nehmen können.

Die tapferen vier: Miriam Patrick Nicola Alexis

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Wettbewerb Kolumbien

Reisen heisst auch, alle paar Tage an einem anderen Ort zu schlafen. Wie viele verschiedene Orte werden das wohl in Kolumbien sein? Dies gilt es zu schätzen bei Win Colombia.

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Ipiales, Popayán und San Agustín

Nach einem reibungslosen Grenzübertritt besuchten wir als erstes eine Wallfahrtskirche und reisten über Popayán zu den archäologischen Stätten von San Agustín, wo wir auch die erste Bekanntschaft mit den kolumbianischen Soldaten machten.

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Wettbewerb Peru

Auch bei Win Peru seid ihr wieder gefragt, ein Foto aufmerksam zu betrachten. Nach der schwierigen Rate-Frage von „Win Bolivia“ jedoch dieses Mal wieder etwas einfacher.

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Am Titicacasee über die Grenze nach Peru

Von Bolivien sind wir dem Ufer des Titicacasees bis nach Puno, Peru, gefolgt. Von schwimmenden Inseln, strickenden Männern und Mützen und Röcke als Erkennungszeichen des Zivilstandes.

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