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Wir sind startklar

Der Countdown läuft… ab!

Von Familie und Freunden haben wir zum Abschied noch viele gute Wünsche, Reise-Schutzengel und Geschenke mitbekommen, von sehr guten Freunden noch die Magendarmgrippe. Nun, aktuell ist bei allen wieder alles «dicht» und das bleibt hoffentlich so für die morgige Flugreise nach Thailand.

Es ist Abend, die aufgeregten und aufgedrehten Zwillinge haben doch noch ihren Schlaf gefunden, wir Eltern packen die letzten Sachen. Unsere Rucksäcke stehen bereit (aktualisierte Checklisten), die wichtigsten Dokumente sind griffbereit, der Wecker ist gestellt für morgen früh um 5.00 Uhr. Brigitte und Roland (Eltern von Miriam) bringen uns so früh zum Bahnhof, wobei es sich auch Patricks Eltern nicht nehmen lassen, uns ebenfalls am Bahnhof zu verabschieden. Ab 6.24 Uhr fahren wir mit dem Zug Richtung Flughafen Zürich.

Mit Qatar Airways fliegen wir 6 Stunden nach Doha. Dort können die Jungs während den 3 Stunden Aufenthalt die Flughafenkorridore rauf und runterrennen, bevor wir durch die Nacht weitere 6 Stunden bis nach Phuket fliegen. Ankunftszeit ist am Samstagmorgen 6.45 Uhr. Etwas mehr als eine Stunde später sollten wir unser Zuhause für die nächsten zwei Wochen schon bezogen haben und auf dem Weg zum nahegelegenen Sandstrand sein.

Der nächste Gruss kommt dann bereits aus Thailand. Tschüss zäme, auf Wiedersehen, au revoir, ciao a tutti, hasta la proxima, bye bye – schön, begleitet ihr uns auf unserer Reise!

Startklar: Miriam Patrick Nicola Alexis

Auf Abschiedstour

Gerade reiht sich bei uns ein am Abschied an den anderen, ja sogar das Familienauto wurde Richtung Mazedonien verabschiedet. Patrick hatte seinen letzten Arbeitstag bei den Flugzeugwerken – nächsten Sommer wird er einen neuen Job suchen. Nicola und Alexis wurden sehr herzlich aus der Kita verabschiedet – nächsten Sommer erwartet beide der Übertritt Kindergarten. Nur ich (Miriam) werde per 1. Juni 2017 an meinen bisherigen Arbeitsplatz zurückkehren und so war dieser Abschied für sechs Monate nicht ganz so endgültig wie die anderen.

Die verbleibende Zeit in der Schweiz nutzen wir zum Verabschieden von Freunden und Familie. Hier noch ein feines Essen, da noch ein Brunch (unterwegs kann einem der feine Schweizer Käse und das knusprige Brot ganz schön fehlen), Familien-Zuwachs besuchen (willkommen, kleine Giulia!), Adventskalender und Weihnachtsgeschenke überbringen, andere Reisende verabschieden. So auch Oli (Bruder von Miriam und Götti von Nicola), der nach 1500km Fussmarsch durch Europa nun nach Südamerika gereist ist und den wir vielleicht als nächstes in Neuseeland wiedersehen.

Nach der letzten Weltreise von 14 Monaten erscheinen uns die vor uns liegenden sechs Monate nicht besonders lange. Aber natürlich ist das Zeitgefühl für die Daheimbleibenden – und auch für Kinder –  ein anderes. Gerade die Grosseltern verzehren sich jeweils schon nach einer Woche fast aus Sehnsucht nach den Zwillingen und verwöhnen sie jetzt natürlich noch nach Strich und Faden mit einem Lebkuchenhäuschen und anderen Süssigkeiten und jeder Menge Zeit.

Zwischen den Besuchen und Treffen mit unseren Liebsten bereiten wir jetzt auch die letzten Sachen für die Abreise vor. Die grosse «Sammelecke» mit unseren bereitgelegten Utensilien formiert sich langsam aber sicher zu einzelnen «Haufen», die dann in die Rucksäcke aufgeteilt werden sollen. Unser Lesestoff sind nun die Reiseführer zu Südostasien und Neuseeland.

Übrigens für all diejenigen, für die bei einer Flugbuchung die Gepäckgewichtslimite jeweils eine entscheidende Rolle spielt: die orange Netztasche (Foto Miriam) oder die blaue Netztasche (Foto Nicola) sind die gesamten Kleider, die wir pro Erwachsener resp. pro Kind mitnehmen. Eine gefüllte orange Netztasche wiegt knapp 3kg, die blaue Netztasche knapp 1kg. Und gleich vorweg: ja, mit so wenig Kleidern kommt man unterwegs in unterschiedlichen Klimazonen ganz gut aus – auch ohne sich hygienisch völlig gehen zu lassen!

Wenn auch ein Abschied immer weh tut: er bedeutet ebenfalls, dass man sich wieder auf die nächste Begegnung freuen kann. Und gäbe es keinen Abschied, dann würde das Leben stillstehen.

Mitten im Leben und in Bewegung: Miriam Patrick Alexis Nicola

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Reiseausrüstung

«Und, schon einmal probegepackt?» Diese Frage bekommen wir nun immer öfters zu hören. Unsere Antwort: Nein.

Mit der wachsenden Reiseerfahrung kommt auch die Erkenntnis, mit wie wenig man eigentlich auskommen kann. Mit diesem Wissen gehen wir die Reisevorbereitung relativ locker an. Ausserdem bekommt man das meiste, was wir zum Leben brauchen, irgendwo auf der Welt auch.

Trotzdem: unsere «Sammelecke», in der wir vorzu alle Utensilien bereitlegen, die auf die Reise mitkommen sollen, nimmt ein immer grösseres Ausmass an. Ob das wirklich alles an unsere Körper sowie in die zwei grossen Trekking-Rucksäcke, zwei kleinere Hand-Gepäck-Rucksäcke und zwei noch kleinere Kinder-Rucksäcke passt? Mit zwei Kindern braucht es doch einige Sachen mehr als nur zu zweit.

Zum Glück sind die Windelzeiten vorbei, das spart uns richtig viel Volumen! Ausserdem sind Nicola und Alexis ziemlich genügsam mit Spielsachen, will heissen, sie können sich mit Sand, Steinen, Stöcken oder Sonstigem aus der Natur mindestens genauso gut, wenn nicht sogar besser beschäftigen als mit Plastik oder Elektronik. Einziger Diskussionspunkt waren noch die Kuscheltiere, die mit auf die Reise kommen sollten. Jeder darf sich eines von seinen Tieren auswählen. Bedingung ist, dass es in den Kinderrucksack passt. Nur ist das jeweilige Lieblingskuscheltier – Alexis’ Orang-Utan und Nicolas Hai – je so gross sind wie die Kinder selber. Wie gut nur, dass im ersten Päckchen des Abreisekalenders das jeweilige Jungtier drin war und dieses wurde nicht nur sofort ins Herz geschlossen, sondern auch auserkoren für die Reise.

Was nebst dem Baby-Oang-Utan und des Baby-Hai sonst noch mit soll, ist nachzulesen unter Checklisten (Ausrüstung, Kleidung, Hygiene, Papierkram, Sonstiges, Apotheke). Diese Checklisten sind zumindest einmal der Plan. Und zum Anpassen dieses Planes bleiben uns ja noch knapp 20 Tage…

Optimistisch wie immer: Miriam Patrick Alexis Nicola

Abreise-Kalender

Der erste Advent ist zwar noch nicht, aber ganz auf einen Kalender verzichten sollen unsere Zwillinge trotz Wegreisen aus der Weihnachtszeit nicht. Die Gottis von Nicola und Alexis machen es möglich: Daniela und Sandra haben einen Abreise-Kalender für die Zwillinge vorbereitet und diesen heute vorbeigebracht.

22 grössere und kleine Päckchen begleiten die Zwillinge fortan bis zum Tag der Abreise – denn in 21 Tagen ist es schon so weit. Die Überraschungen im Abreise-Kalender haben alle etwas mit der Reisevorbereitung zu tun oder sind dazu gedacht, dass sie mit nicht allzu viel Gewicht und Platz in unsere Rucksäcke passen und bei Nicola und Alexis unterwegs für Kurzweile, Erinnerung oder einfach Freude sorgen.

Wir sind gespannt, was da in den kommenden drei Wochen alles zum Vorschein kommt! Vielen Dank, liebe Gottis, für diesen allemal würdigen Adventskalender-Ersatz für unsere Jungs!

Nun jeden Morgen noch mehr aufgeregt: Nicola und Alexis mit Patrick und Miriam

Reiseplanung vs. Reisefreiheit

Etwas vom Schönsten am Reisen ist das Gefühl von Freiheit. Und zwar Freiheit nicht im Sinne von „nicht arbeiten müssen“, sondern viel mehr das eigentliche nicht planen müssen. Das Leben in der Gegenwart, das Nehmen, wie es kommt, das Eintauchen in den Augenblick.

Von unserer Weltreise 2010-2011 ist so viel Schönes einfach aus der Ungeplantheit und dadurch Offenheit, Flexibilität und eben Freiheit entstanden. Meist kleine und zufällige Begegnungen, die zu etwas Grossem und Wunderschönem gewachsen sind. Orte, die nicht auf unserer Bucket List standen, aber auf die wir uns spontan eingelassen haben und die uns völlig überrascht und überwältigt haben.

Gut, es gab auch unangenehme Begegnungen oder gefährliche Situationen. Nun bald unterwegs mit zwei kleinen Kindern braucht es etwas mehr Voraussicht und Planung. Doch auch wenn wir uns nicht mehr so frei werden treiben lassen können: allzu viel wollen wir trotzdem nicht verplanen.

Wir haben ein paar günstige Flüge gebucht (ein Hoch auf die Internetvergleichsdienste wie skyscanner.de), wenige Unterkünfte reserviert und Fahrzeuge ausgewählt. Fest steht folgendes Programm:

  • 9. Dezember: Flug Zürich – Doha – Phuket

2 Wochen Ferien in Thailand am Meer – ein kleiner Bungalow auf Phuket ist reserviert.

  • 25. Dezember: Flug Phuket – Kuala Lumpur (50 CHF pro Person – Air Asia ist einfach cool!)

3 Wochen mit dem Mietauto durch Malaysia unterwegs – Hotel bei der Ankunft in Kuala Lumpur ist reserviert.

  • 18. Januar Flug Kuala Lumpur – Auckland (Flug 200 CHF pro Person – Air Asia ist wirklich cool!)

6 Wochen mit dem Mietauto mit Dachzelt durch Neuseeland unterwegs. Hostel in Auckland bei der Ankunft ist reserviert.

  • 8. März Flug Auckland – Sydney (Flug 100 CHF pro Person)

In Australien bleiben wir aber wahrscheinlich nur ein paar Tage, danach geht es wieder zurück nach Asien. Gerne würden wir noch Laos und Kambodscha bereisen, vielleicht noch einmal Teile von Indonesien oder auch Vietnam, vielleicht doch noch Burma oder den Norden von Thailand… Wir lassen es offen und auf uns zukommen, was uns neugierig macht, wem wir begegnen, wo es uns gefällt oder gefallen könnte. Und schauen, was wir aus der Zeit bis Ende Mai 2017 noch Schönes machen können. Denn wie es eine Freundin von mir treffend formuliert hat: Machen ist wie wollen. Nur irgendwie krasser.

Die vier Macher: Miriam Patrick Nicola Alexis

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Autsch! Reisemedizin und Impfungen

So wie wir freuen sich auch die Zwillinge schon seit Wochen auf die grosse Reise. Zweifel und seitens Nicola sogar impulsiver Boykott kamen lediglich beim Besuch im Reisemedizinischen Institut des Kantonsspitals Aarau auf. „I wott ned uf dReis!“ was dann wohl eher heissen sollte, dass er keine Spritze bekommen wollte. Leider war dies notwendig – obwohl die Zwillinge schon in den letzten Jahren genug vor-geimpft waren und jetzt nur noch die Tollwut-Impfung verabreicht bekommen (d.h. drei Spritzen in zeitlichem Abstand). Tränen fliessen trotzdem.

Auch Patrick und ich sind von unserer letzten Reise noch ziemlich gut geimpft. Doch leider sind unsere Impfausweise seit der Weltreise und dreimaligem Umziehen nicht mehr auffindbar, nur noch in eingescannter Form. Wir brauchen also auch noch ein paar Auffrischungsimpfungen, Patrick insgesamt sechs Spritzen, ich drei. Irgendwie lässt uns das Gefühl nicht los, dass wir die eine oder andere Impfung jetzt doppelt haben… Aber wahrscheinlich zählt hier auch, besser doppelt als gar nicht. Die Kinesiologin wird es wieder ausgleichen!

Mehr „Arbeit“ als die Impfungen ergibt sich aus der medizinischen Reiseberatung und mit dem Zusammenstellen der Reiseapotheke, insbesondere, weil die Kinder öfters separate Medikamente brauchen. Hierzu ein grosses Dankeschön an Dr. Fussen!

Unter der Checkliste Apotheke könnt ihr die Details nachlesen. Nun gilt es, dies alles gewicht- und platzsparend im Rucksack zu verstauen. Aber zuerst einmal alles auspacken, denn Verpackungen oder zehnsprachige Beipackzettel sollen möglichst keine mit. Die Anwendung und die Dosierung schreiben wir ganz klein ab und kleben den Zettel auf jedes einzelne Medikament.

Auf eine Rucksackreise nimmt man bekanntlich nur mit, was man wirklich braucht. Dieser Grundsatz trifft jedoch auf die Reiseapotheke nicht zu. Hier hoffen wir, dass wir davon möglichst viel unverbraucht wieder nach Hause nehmen können.

Die tapferen vier: Miriam Patrick Nicola Alexis

Grosse schöne Welt: wir kommen!

Jedes Abenteuer braucht einen ersten Schritt. Nicht, dass wir uns mit unseren vierjährigen Zwillingsjungs über einen Mangel an Abenteuern beklagen könnten, aber diese dürfen sich doch auch einmal anderswo abspielen als in unserem gewohnten Umfeld in der engen Schweiz.

Wir haben die Zuversicht, den Willen und von der letzten Reise 2010/2011 her auch die Erfahrung, Reiseträume in Reisepläne zu verwandeln und schliesslich Wirklichkeit werden zu lassen. Ausserdem haben wir das Glück, dass unser nahes Umfeld sich mit uns freut und uns so unterstützt, und dass unsere Lebens-, Wohn- und Arbeitssituation es uns erlaubt, diese Auszeit vom Alltag so zu nehmen. Danke, Danke, Danke euch allen!

Wer uns alle noch nicht so gut kennt, kann in Über Uns mehr über jeden Einzelnen von uns lesen und im Schnelldurchlauf die Reise-Familiengeschichte ab 2010 überfliegen.

Danach zählt nicht mehr der Rückblick, sondern der Ausblick. Und damit der Countdown. Weil bis zu unserer Abreise am 9. Dezember zuerst einmal nach Südostasien dauert es nicht mehr lange.

Schön, reist ihr auch mit uns!

mypcaminando hoch zwei – Miriam Patrick Nicola Alexis