Eine Enttäuschung und ein Gewinner

Auch auf einer Weltreise gibt es gute Tage und schlechte Tage, denn nicht immer läuft alles wie geplant. Zum Glück überwiegen die guten trotzdem bei Weitem!

Von der Dschungel-Lodge am Kinabatangan Fluss sind wir in die nicht besonders schöne Stadt Sandakan gefahren, wo wir zwei Tage in einer Backpacker-Unterkunft ausharrten und uns riesig auf den Ausflug nach Turtle Island freuten. Wir hatten Glück, durch eine kurzfristige Absage überhaupt eine Buchung dorthin zu bekommen, normalerweise sind diese Touren, die eine Übernachtung auf der Insel beinhalten, schon Wochen im Voraus ausgebucht. Angeblich kommen auf dieser Nationalpark-Insel jede Nacht Meeresschildkröten zum Eier legen oder aber eine Gruppe Schildkrötenbabies schlüpft aus dem Ei und krabbelt Richtung Meer. Bei so einem Ereignis mit dabei zu sein, das war schon immer ein grosser Traum vom Schildkröten-Freund Miriam.

Unter heftigem Regen, der unsere Vorfreude jedoch keineswegs trübte, stiegen wir am Montagmorgen am Hafen von Sandakan auf ein Speedboat, welches uns nach Salangan, Turtle Island, bringen sollte. Beim Verlassen der geschützten Bucht hielt der Kapitän inne. Auf offener See türmten sich die Wellen drei bis vier Meter. So dass der Kapitän schliesslich entschied, es sei zu gefährlich, wenn nicht gar unmöglich, zur Turtle Island zu gelangen. Wir kehrten wieder um, wurden am Hafen abgesetzt, erhielten unser Geld zurück. Natürlich geht die Sicherheit vor, aber unsere Enttäuschung war trotzdem gross. Eine Buchung am Folgetag war nicht möglich. So sind wir direkt mit dem Taxi zur Busstation gefahren und in den nächsten Bus zurück nach Kota Kinabalu gestiegen.

Ein Horrortrip durch strömenden Regen in einem schmuddeligen, uralten Gefährt. Während der Fahrt atmeten wir gezwungenermassen flach, um den Gestank aus der Toilette direkt hinter uns nicht unnötig in unsere Lunge aufzunehmen. Auf dem Sitz vor uns übergab sich ein Kind, die siebenstündige Fahrt reichte für vier üble Filme (warum werden auf Langstrecken-Busfahrten immer Brutalo-Filme gezeigt, wo doch Kinder jeder Altersstufe mitfahren?). Irgendwann gab es noch eine polizeiliche Durchsuchung im Bus, während der sich drei Personen hinter uns in der Toilettenkabine versteckt hielten, nur eine rauskam und die anderen zwei unentdeckt blieben. Ausserdem sind wir an einer grausigen Unfallstelle vorbeigekommen, wo ein Personenfahrzeug zwischen einem Bus und einem Lastwagen zerquetscht worden war. Mit taubem Hintern endlich in Kota Kinabalu angekommen, waren wir froh, wieder festen Boden unter den Füssen und frische Luft um die Nase zu haben!

Mit der verfrühten Ankunft hatten wir genügend Zeit, uns um ein Geschenk für den Gewinner von Win Malaysia zu kümmern und ein Überraschungspaket zur Post zu bringen. Alle eure Einschätzungen in Ehren, aber 3 oder 4 Stunden zu Fuss auf einen Viertausender schafft vielleicht ein Marathon-Läufer, wir aber bestimmt nicht! Wir waren schon schneller als der Durchschnitt, aber 6 Stunden 10 Minuten hat uns der Aufstieg trotzdem gekostet. Dieser Einschätzung am nächsten kam Matthias M. mit 5 Stunden 18 Minute. Gratulation! Der Überraschungsgewinn ist angepasst auf einen sehr langen und harten Schweizer Winter, wobei wir davon ausgehen, dass das Paket trotz des langen Seeweges noch in Zofingen eintrifft, bevor der letzte Schnee verschwunden ist.

Nun sind unsere zwei Wochen in Sabah, Malaysian Borneo, auch schon um. Ein paar Facts about Malaysia haben wir zusammengetragen.

Morgen fliegen wir zurück nach Indonesien, diesmal auf die Götterinsel Bali, wovon wir aus unserem Freundeskreis schon viele Tipps und Empfehlungen erhalten haben. Wir freuen uns!

Miriam y Patrick

2 Kommentare
  1. myp
    myp says:

    @ Mättu: eigentlich hatten sie uns auf der malaysischen Post versichert, es sei in 2 Wochen in der Schweiz. Inzwischen ist aber schon bald ein Monat vergangen…

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