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Erster Stopp in Ulaan Baatar

Die mongolische Hauptstadt Ulaan Baatar, was so viel heisst wie „Roter Held“, wirkt für uns nach der idyllischen und menschenleeren Landschaften der letzten Tage fast wie ein Schock. Rund 1.5 Millionen Menschen, das entspricht ungefähr der Hälfte der mongolischen Bevölkerung, wohnt in der Hauptstadt, teilweise unter ärmsten Bedingungen.

Auf alle Talseiten am Stadtrand sind illegal Jurten und Hütten aufgestellt worden, natürlich ohne Strom, Wasser oder Abwassersystem. Und momentan haben wir tagsüber noch um die 20°C oder wärmer, im Winter sinken die Temperaturen bis zu -40°C. Das Stadtzentrum ist gekennzeichnet von Plattenbauten aus Sovietzeiten, Baustellen und Stau fast rund um die Uhr.

Auf dem Land bei den Nomaden hat es uns viel, viel besser gefallen! Aber die verfrühte Reise nach Ulaan Baatar hat auch ihre Vorteile. Zum Beispiel dass wir Nara so viel früher wiedergesehen haben und natürlich auch, dass wir wieder neue Berichte und Fotos auf unsere Website laden können.

An einem Tag haben wir zu Fuss Ulaan Baatars Zentrum rund um den Sükhbaatar Square erkundigt und die Strassenszenen auf uns wirken lassen sowie das National Museum of Mongolian History besucht. Am nächsten Tag haben wir das buddhistische Kloster Gandantegchenlin angeschaut und in Naras neuer Wohnung mitgeholfen, Verschiedenes aufzubauen und zu reparieren. Patricks handwerkliche Fähigkeiten und sein Expertenwissen aus der Schweiz sind bei den Mongolen hoch angesehen und wir können uns auch einmal revanchieren, bei dem was Nara schon alles für uns ermöglicht hatte.

Nach der Untersuchung im Spital hat sich für Boldoo herausgestellt, dass eine Operation nötig ist, um sein Auge zu retten. Scheinbar hat nicht ein Insekt das Auge verletzt wie ursprünglich angenommen, sondern die Behandlung der Nomaden hat den eigentlichen Schaden zugefügt. Unter anderem haben sie ihm das Auge ausgeleckt, Schnupftabak hineingeblasen und mit einem Zweiglein im Auge herumgestochert. Dies hat wohl letztendlich zur Verletzung der obersten Augenhaut und zu einer Infektion geführt. Somit ist es ausgeschlossen, dass Boldoo weiter mit uns durch die Mongolei fahren kann.

Nara und Carlos haben sich wieder um alles gekümmert und so kurzfristig einen neuen Fahrer für uns gefunden. Sein Name ist Bimba und vor einigen Jahren hat er auch schon eine rundum begeisterte Stephanie, Miriams Freundin, durch die Mongolei geführt. Wenn das keine Empfehlung ist! Wir freuen uns sehr, während den nächsten zwei Wochen noch weitere Landesteile der Mongolei, zum Beispiel die Wüste Gobi, kennenzulernen!

Ganz liebe Grüsse aus Ulaan Baatar, Miriam y Patrick

2 Kommentare
  1. myp
    myp says:

    Boldoos Auge wurde inzwischen operiert und die Heilung sieht gut aus! Bald wird er wieder mit anderen Reisenden durch die Mongolei fahren koennen!

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