Fakten China

Ausgegeben zum Ersten
Wanderung auf der grossen Mauer auf eigene Faust pro Person: 2 Yuan für die Metro, erster Bus (ca. 1h) für 12 Yuan, dann Minibus (ca. 1h) für 10 Yuan, Eintritt für Ostseite 2 Yuan, Eintritt für Westseite 2 Yuan, Bus zurück nach Beijing 9 Yuan. Dies entspricht etwas mehr als 5 Franken.

Ausgegeben zum Zweiten
660ml chinesisches Liquan-Bier: 45 Rappen

Gelernt
Nihao (Hallo), Siesie (Danke), Ruische (Schweiz), Nan Fei (Südafrika), Meyu (gibt es nicht / hat es nicht mehr) Puyau (will ich nicht oder so, auf jeden Fall hilfreich, um aufdringliche Verkäufer auf Distanz zu halten), Mifa (Reis), Gambe (Prost) -> chinesische Rechtschreibung gibt es keine, geschrieben wie gesprochen 🙂

Übersetzt
China wird internationaler und immer mehr ist in Englisch angeschrieben. Aber zu unserem Amüsement oft mit Fehlern drin: verwechselte Buchstaben (HATR SALOU statt HAIR SALON), verrückte Buchstaben (NO SOMKING statt NO SMOKING), verrückte Trennungen (RESTAUR ANT) weggelassene Wortteile (DRUGS über einer Apotheke) – Herrlich! Auch schön war eine Anleitung in einer Dusche: „For hot water turn left and wait for 10 minutes“.

Gegessen
Peking Ente, Hot Pot, Bierfisch (Spezialität in Yangshuo), Nudelsuppe, Tofu in allen Variationen, sehr viel scharf, Granatapfel und perfekte Reisefrucht frisch vom Baum sowie Patrick alles, was kriecht und fliecht, wie ihr ja bereits in einem eigenen Artikel nachlesen konntet.

Getrunken
Grüntee, Wasser gemischt mit allen möglichen Fruchtsäften und Patrick zieht inzwischen das Liquan-Bier dem Tsingtao-Bier vor.

Gerochen
In den Millionenstädten riecht es entweder nach Essen, nach Müll (inklusive Unrat) oder nach Abgasen. Was einem zeitweise schon etwas den Appetit verderben kann…

Getestet
Bigmac kostet 12 Yuan (entspricht ca. 1.80 CHF). Laut Mac-Tester kein Unterschied zum Burger im Mc Donalds Oftringen :-).

Blockiert
Internetseiten wie Facebook, MySpace etc. funktionieren in China nicht. Beim Aufrufen erscheint keine besondere Warnung, sondern die gleiche Meldung wie bei fehlender Internetverbindung.

Mitbekommen
Der Chinese Liu Xiaobo erhält den Friedensnobelpreis und sitzt in China im Gefängnis wegen „Untergrabung der Staatsgewalt“. China ist natürlich alles andere als erfreut und beschreibt die Verleihung in der Presse als völlig unverständlich.

Gezählt
Grundformation: rechte Hand als Faust
Eins = Zeigefinger gestreckt
Zwei = Zeigefinger und Ringfinger gestreckt
Drei = Zeige-, Ring- und Mittelfinger gestreckt
Vier = Zeige, Ring-, Mittelfinger und kleiner Finger gestreckt
Fünf = alle Finger gestreckt
Grundformation: wieder rechte Hand als Faust
Sechs = Daumen und kleiner Finger gestreckt
Sieben = alle Finger halb gestreckt, alle Fingerspitzen berühren sich
Acht = Daumen und Zeigefinger gestreckt (wie wir in der Schweiz „zwei“ zeigen würden)
Neun = Faust, Zeigefinger gekrümmt wie ein Haken
Zehn = beide Hände als Faust, beide Zeigefinger gestreckt und diese kreuzen wie ein „X“

Verdient
Eine Servicekraft in einem Restaurant oder einer Bar in Yangshuo (Touristenort) verdient monatlich 800 Yuan. Dies sind ca. 115 Franken.

Verwöhnt
Die Ein-Kind-Politik mag das Bevölkerungswachstum Chinas bremsen, doch bringt sie auch Probleme mit sich. Die Kinder werden stark verhätschelt und stehen gleichzeitig unter enormem Erfolgsdruck. Söhne sind bevorzugt, weil sie die Eltern später finanziell tragen. Dem Wunsch nach einem Sohn statt einer Tochter wird auch künstlich nachgeholfen, wodurch in China ein genereller Männerüberschuss herrscht.

Kopiert
In China findet man alle, aber auch wirklich alle Produkte in gefälschter Ausführung. Sei es die Louis Vuitton-Handtasche, das Lacoste-Shirt, der Lonely Planet mit Tippfehlern, Alessi-Hauswaren bis hin zu sämtlichen Schweizer Uhrenmarken und Taschenmesser. Alles zu einem Bruchteil des Originalpreises und auch zu einem Bruchteil der Qualität.

Gefeilscht
Ausser vielleicht der öffentliche Transport und auf westliche Touristen orientierte Unterkünfte und Restaurants ist kein Preis fix. Nach einem Monat China sind wir Meister im Feilschen und wissen, wofür wir am Anfang in Beijing alles zu viel bezahlt haben!

Nicht Gewöhnt!
Nach der Mongolei dachten wir, wir seien gewappnet für China, was Spucken betrifft. Aber falsch gedacht! Ausserhalb von Beijing wurde auch im Zug, Bus, Restaurant oder anderen öffentlichen Gebäuden geräuschvoll auf den Boden gespuckt. Miriam konnte einmal nur knapp den Fuss wegziehen, als eine Frau die Nase an den Boden entleerte (sog. „Buureschnuz“). Daran können wir uns wohl nie gewöhnen!

Jederzeit wieder!
Im Zickzack-Kurs mit dem öffentlichen Verkehr durchs Land reisen. So erlebt man das wahre China.

Nächstes Mal anders!
Wenigstens minimalste Chinesisch-Kenntnisse mitbringen.

Gewonnen „Win China“: Diana – Paket ist unterwegs

Anzahl Fragen ob wir verheiratet sind: 5 (interessant ist, dass wir mehr gefragt wurden, ob wir an Gott glauben oder ob Patrick für seine Frisur Lockenwickler nutzt)

Zwischenstand „Win-Win“: 14