Fakten Kolumbien

Exportiert I
Kolumbiens legale Hauptexporte sind Erdöl, Kohle, Gold, Smaragde, Zucker, Baumwollprodukte, Kaffee, Bananen, Schnittblumen. Davon geht rund 30% in die USA als Hauptwirtschaftspartner.

Exportiert II
Nicht auf der offiziellen Exportrechnung erscheint (weil illegal) Kokain. Man schätzt den jährlichen Export auf 450 Tonnen. Davon gehen 80%-90% in die USA.

Unterstützt
Die USA zahlen der kolumbianischen Regierung jährlich an die 800 Millionen US-Dollars zur Aufrechterhaltung der Stabilität und Sicherheit des Landes sowie zur Bekämpfung der Kokainproduktion.

Adelig
Wie die Kolumbianer uns anreden, widerspiegelt ihre Höflichkeit und Dienstleistungsorientierung. Hier haben wir uns gesteigert bis zu „Mi amor“ (meine Liebe), „Mi jefe“ (mein Chef) oder gar „Mi rey, mi reina“ (mein König, meine Königin).

Orientiert
Statt Strassennamen sind Kolumbiens Grossstädte mit nummerierten „Calles“ und „Carreras“ ausgestattet. Alles ganz einfach, könnte man meinen, doch wir hatten immer Mühe mit der Orientierung. Bei Fragen nach dem Weg heisst es zum Beispiel „3 cuadras“ in eine Richtung statt „500 Meter“, wobei die angegebene Anzahl Cuadras selten stimmte.

Teuer
Das Porto für eine Postkarte von Kolumbien nach Europa kostet satte 6600 COP (3.10 CHF; im Vergleich dazu Hochpreisland Schweiz: 1.80 CHF). So teuer war es noch in keinem Land auf unserer Reise.

Getestet
Das normale BigMac-Menü kostet in Kolumbien 12’900 COP (ca. 5.85 CHF). Das ist ziemlich genau die Hälfte vom Preis in der Schweiz, weiss der Experte Patrick.

Gegessen
Arepa (Maisfladen) mit Käse oder Poulet, Pan de Yuca (Yuka-Brot), Hormigas Culonas (Ameisen mit grossem Hintern), Menu Paisa (Bohnen-Fleisch-Wurst-Eintopf mit Reis und Pommes), Pollo a la Brasa (Brathähnchen), Baguette-Sandwiches, Croissants mit Käse-Marmeladen-Füllung (über den Inhalt wussten wir vorher nicht Bescheid), Brownie con Helado.

Getrunken
Wasser aus dem Beutel, alle möglichen Fruchtsäfte (Lulo, Mango, Ananas, Melone), Tinto (kolumbianischer schwarzer Kaffee), Chocolate Caliente con queso (heisse Schokolade mit aufgelöstem Käse drin -> über den Käseinhalt wussten wir vorher auch nicht Bescheid), Postobon Manzana (roter Apfelsaft), Cerveza Aguila und Cerveza Poker, Ron Medellín.

Sportlich I
Während unserem Reisemonat Juli 2011 fand die Copa América statt, das südamerikanische Pendent zur Europameisterschaft. Kolumbien flog in der K.O.-Runde gegen Peru raus, was für eine Schande! Der kolumbianische Fussball ist nicht mehr das, was er einmal war mit Carlos Valderrama! Die Copa América gewonnen hat Uruguay.

Sportlich II
Heute beginnt die FIFA U-20 Weltmeisterschaft, die dieses Jahr in Kolumbien ausgetragen wird. Die Spiele finden bis zum Finale am 20. August statt in Bogotá, Medellín, Cali, Barranquilla, Manizales, Pereira, Armenia und Cartagena. Wir drücken natürlich Kolumbien die Daumen – die Schweiz ist nicht dabei!

Jederzeit wieder!
Durch die kleinen Dörfer wie Barichara, Villa de Leyva, Salento und San Agustín ziehen und dort mehr Zeit verbringen zum Wandern.

Nächstes Mal anders!
Cali auslassen und an der Karibikküste nach weniger touristischen „Perlen“ suchen. Richtung Panama oder auf den Inseln soll es schön sein, haben wir gehört.
In zwei, drei Jahren wird eine Reise an die Pazifikküste unbedenklicher (Zeit, Geld, Sicherheit) sein, das wäre ein Versuch wert! Oder wenn die Guerilla und die Paramilitär endgültig verschwunden sind, vielleicht sogar ins Amazonas-Gebiet?

Gewonnen „Win Colombia“: Christoph S. Und Michael L. -> Die Delikatesse „Hormigas Culonas“ vertrauen wir nicht der Post an, sondern bringen sie gleich persönlich mit nach Hause. So viel Platz nehmen sie ja nicht in unserem Gepäck ;-).

Anzahl Fragen ob wir verheiratet sind: 2

Zwischenstand „Win-Win“: 61