Khai Island und Phi Phi Island

Ein etwas teurerer Tagesausflug (3500 Baht, d.h. ca. 100 CHF für uns vier und damit eigentlich über unserem Tages-Budget) haben wir uns geleistet, nämlich nach Khai Island und Phi Phi Island.

Morgens um 7.30 Uhr wurden wir in Katanoi von einem Mini-Bus abgeholt, der uns mit anderen Touristen quer über die Insel zum Startpunkt chauffierte. Von dort ging es den ganzen Tag über weiter mit einem Speedboat. Wir steuerten die drei Inseln Khai Island, die unbewohnte Phi Phi Leh Island und die besiedelte Phi Phi Don Island an. Alles in allem wunderschön anzusehen mit den schroffen Felsen, türkisfarbenem Meer und puderweissem Sand. Aber über die Massen an Touristen, die dort täglich mit hunderten von Boten hin gekarrt werden, waren wir dann doch etwas überrascht, ja fast schockiert. Mehrheitlich übrigens Russen und Chinesen.

Auf Khai Island waren die lauten und vergnügungshungrigen Chinesen auf den Jetski für Alexis fast interessanter als die Zebra-Fische im knietiefen, klaren Wasser. Übrigens ebenfalls auf Khai Island: den chinesischen Mann auf dem einen Familienfoto wollten wir eigentlich nur bitten, von uns ein Foto zu machen. Aber das hatte er irgendwie missverstanden und war hin und weg, brabbelte nonstop auf Chinesisch daher und wollte nicht mehr von unserer Seite weichen, so dass er besonders Alexis etwas unheimlich wurde. So ist er eben jetzt mit auf dem Familienfoto und damit ist dieses Erlebnis auch bildlich verewigt.

Welche Erlebnisse uns doch entgehen würden, hätten wir einen Selfie-Stick! So einen scheint hier auf Phuket nämlich fast jeder zu habe. Ist ja auch ganz praktisch, man kann sich in jeglicher künstlichen Pose selber fotografieren und braucht mit niemandem mehr ins Gespräch zu kommen. Was einem da alles entgeht…

Von Phi Phi Island haben wir die Maya Bay besucht, berühmteste Szenerie der Region seit dem Film «The Beach» mit Leonardo di Caprio. Nicola machte an jenem berühmten Strand gleich mal selber auf «Pi-Pi Island», packte schön alles aus und pieselte mitten in den Leuten in die Schaumkrone der ersten Welle. Geschaut hat niemand, zu sehr waren alle (und an jenem Strand waren sie besonders zahlreich) selber mit sich beschäftigt.

Wir sind mit dem Speedboat in die Pileh Lagoon hineingefahren, an den Viking Caves vorbei, an den Monkey Beach, wo sich die Makaken bis fast zu uns zum Schiff hinunter beugten. Auf Phi Phi Don gab es Mittagessen vom Buffet und die Augen unseres Guides Ali, selber ein nicht speziell schmächtiger Thai, weiteten sich beim Anblick der gefüllten Teller von Nicola und Alexis, die sie natürlich leerten, dann noch jeder an die 10 Melonen-Scheiben hinterherschob und schliesslich noch eine Glacé verschlangen. Jaja, die Meeresluft macht hungrig!

Bei dem ziemlich straffen Programm hatten wir an einem Riff doch auch noch Gelegenheit zum Schnorcheln. Die Jungs waren mit Schwimmwesten ausgestattet, selber schwimmen können sie noch nicht. Aber dafür schnorcheln. Alexis konnte schon sehr gut mit der Taucherbrille unter Wasser und durch den Schnorchel atmen (Nicola kann es nach tagelangem Üben im Pool inzwischen auch). Wer weiss, vielleicht werden aus den beiden auch einmal Taucher wie Mami und Papi? Sie sind auf dem besten Weg dazu mit ihrer Begeisterung für die Natur und die Faszination der Unterwasserwelt.

Am späten Nachmittag legten wir mit dem Speedboat im Fischerhafen von Phuket Town an. Ein paar eindrückliche Kähne standen da und warteten geschrubbt und mit gesäuberten Netzen wieder auf den nächsten Fischer-Einsatz. Wir entdeckten auch einige grosse chinesische Fischerboote. Das wiederum fanden wir eher beängstigend, wohin das Reich der Mitte überall seine Finger ausstreckt.

Es war bereits dunkel bei unserer Rückkehr in Katanoi. Zum Nachtessen gab es Sticky Rice aus dem Bambus-Rohr, das wir von einem Strassenverkäufer gekauft hatten. Und schliesslich fielen nach dem ereignisreichen Tag den Zwillingen bald die Augen zu und auch Patrick und ich waren müde und zufrieden nach diesem Tag.

Trotz der überlaufenen Anlegeplätze ein schöner Ausflug! Miriam Patrick Nicola Alexis

1 Antwort
  1. Johanna van Wigcheren
    Johanna van Wigcheren says:

    Hallo ihr Lieben, gerne lese ich den Blog und verweile auch ein wenig mit euch am Strand in Thailand, herrlich! Ihr habt schon sehr spannende Erlebnisse und die Jungs geniessen es auch wie ich auf den Foto’s sehen kann. Hier viel Nebel aber manchmal auch Sonne und Weihnachten naht. Wünsche euch weiterhin eine schöne Zeit und freue mich auf weitere Eindrücke. Hugs from Switzerland

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