Koh Phangan

Full Moon Party – dafür ist Koh Phangan bekannt und berüchtigt. So kam es, dass wir zum ersten Mal den Mondkalender für unsere Reiseplanung konsultierten. Und beruhigt in den Neumond-Zeitabschnitt eine Unterkunft buchten im Nordwesten der Insel. Die Parties finden vor allem an den Stränden im Südosten Koh Phangans statt.

Bereits auf der Überfahrt mit der Fähre, wo Patrick und ich zwischen den Backpackern den Altersdurchschnitt weiter in die Höhe trieben als unsere Zwillinge diesen nach unten, hörten wir aber schnell heraus, dass es zwischen den Vollmondnächten nicht weniger ruhig zu und her gehen sollte auf Koh Phangan. Denn die Party-Gänger sind nicht nur zum Vollmond unterwegs, sondern es finden auch nicht weniger wilde Half Moon und Quarter Moon Parties statt. Dazu kommen noch die Jungle Party, Mountain Party, Waterfall Party und so weiter. Oder anders: es findet sich auf Koh Phangan jederzeit ein Grund, an einer Party auszurasten. Natürlich immer noch mit entsprechenden Tagen zum Warm-up und Cool Down.

Koh Phangan fernab von Party

Obwohl es sicher einzigartig sein muss, in paradiesischer Inselkulisse am Strand oder im Dschungel zu Techno-Beats zu tanzen, während über dem Meer der riesige Vollmond aufgeht: es gibt auch ein familienfreundliches Koh Phangan ohne nächtliche Ausschweifungen und Party-Überresten am Strand. So leisteten wir uns wieder einmal eine etwas bessere Unterkunft mit zwei grossen klimatisierten Schlafzimmern und eigenen Badezimmern, alles sicher und pieksauber mit täglichem Reinigungsservice, frischen Hand- und Strandtüchern, grosser Terrasse und Pool zum Mitbenutzen.

Das Phangan Akuna Hotel liegt jedoch nicht am Strand, sondern im Innern der Insel. Was für uns kein Problem darstellte, denn die 19 km lange und 12 km breite Insel schreit förmlich nach dem neuen Lieblings-Transportmittel unserer Jungs: Scooter. So waren wir fast jeden Tag mit zwei Scootern auf Erkundigungstour kreuz und quer über die Insel.

Thong Sala, den Hauptort mit dem grössten Hafen, haben wir nur zum Einkaufen und als Strassenknotenpunkt besucht. Ausserhalb von Thong Sala herrschte nicht viel Verkehr und auf abgelegenen Strassen sprang auch einmal eine Affenbande über die Strasse. Die Inselmitte von Koh Phangan ist recht hügelig und verwachsen. Dort kurvten wir auf und ab, vorbei an dichtem Wald, Elefanten-Camp, kleinen Cafés und Hinweis-Schilder für Wasserfälle. Mal fiel der Weg irgendwo steil ab, ein anderes Mal war der halbe Berghang darauf geschwemmt oder die Strasse befand sich im Bau, wobei burmanesische Arbeiter den flüssigen Teer mit blossen Händen in die Spalten drückten. Überhaupt war für uns überraschend, dass wir im Hotel- und Gastgewerbe sowie eben auf dem Bau fast nur Gastarbeiter aus Myanmar sahen. Die Thais schienen uns fast in der Minderzahl.

Jetzt in der Low Season sind nicht nur viele Resorts und Restaurants leer oder bleiben gar geschlossen, sondern die Strände können auch sehr einsam sein. Vor allem am früheren Vormittag, wenn die Party-Gänger ausschliefen. Wir Frühaufsteher mit Kindern waren um 10 Uhr morgens oftmals die ersten am Strand. Übrigens immer ausgerüstet mit reichlich tropischen Früchten, wobei die Mangos, Ananas, Maracujas, Melonen, Rambutan, Litschis und Bananen jeweils spätestens nach dem Mittag weggeputzt waren.

Palmen, Strand, Meer, Sonne

Jeden Tag haben wir mit dem Scooter einen anderen Strand angesteuert. Wenn uns einer nicht gefiel oder zu wenig Schattenplatz bot, sind wir mit dem Scooter eben noch weiter gefahren. Srithanu Beach, Haad Salad, Haad Khom (unser Lieblingsstrand, winzig und einsam), Bottle Beach, Hadet Beach, Thong Nai Pan und Thong Nai Pan Noi (unser Lieblingsmeer, glasklares Wasser mit reinem Sandgrund) – ein Strand schöner als der andere. Thong Nai Pan Noi hatten wir an unserem letzten Tag entdeckt und dort wir so lange wie sonst nie geblieben. Was aber sicher auch an der spiel- und gesprächsfreundlichen Gesellschaft der Familie Schneider aus Deutschland liegen mag. Ihre zwei Jungs Justus und Jonis haben sich bestens mit Nicola und Alexis verstanden und Wellen jagen und Sandburg bauen mach zu dritt oder viert noch mehr Spass.

Koh Phangan hat sich heute Abend mit einem beinahe dramatischen Sonnenuntergang verabschiedet, als wir auf dem Weg in unser Lieblingsrestaurant auf der Insel waren: das Restaurant Lemongrass in Chaloklum. Bei Meen und ihren Helferinnen haben wir den feinsten Som Tam (grüner Papayasalat), das leckerste Pad Thai (Nudelgericht) und das köstlichste Green Curry with Shrimps gegessen.

Morgen fahren wir mit dem Taxi zum Hafen in Tong Sala, die Fähre bringt uns nach Koh Samui und von dort fliegen wir am Nachmittag nach Bangkok. Dies wird dann die letzte Station auf unserer Reise sein vor dem Heimflug.

Noch einmal richtig viel Sonne, Strand und Meer getankt: Miriam Patrick Nicola Alexis

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