Koh Samui – Lamai Beach

Wir sind wieder in Thailand – wie zu Beginn unserer grossen Familienreise und einmal zwischendrin. Diesmal sind wir mit Bangkok Airways von Mandalay über Bangkok nach Koh Samui geflogen und zum ersten Mal bei einem günstigen Flug konnte das Gepäck sogar durchgecheckt und wir in Bangkok durch den Transfer geschleust werden. Mit der Taxi-Fahrt, zwei kurzen Flügen und Mini-Bus zum Hotel sowie all den Wartezeiten dazwischen hat die Reise aber trotzdem einen ganzen Tag in Anspruch genommen.

Es war bereits dunkel, als wir unser Familien-Bungalow im Varinda Garden Resort bezogen. Mit mässiger Begeisterung. Zwar preislich ein Schnäppchen und die hippie-mässige kunterbunte Unterkunft mit einem verspielten Garten und Pool sympatisch für unsere Kinder, aber die vielen Hunde überall in der Anlage und der für Thailand ungewohnt gleichgültige Empfang an der Reception nicht besonders toll. Was aber gar nicht geht, sind müffelnde Betten und Kissen, so dass gegen Reiseende doch noch einmal unser Seidenschlafsack zum Einsatz kam.

Am nächsten Morgen offenbarte sich aber direkt von unserer Terrasse ein herrlicher Blick über den ganzen Lamai Beach. Dort verbrachten wir fortan auch die Tage mit «Sünnele» oder eher «Schättele» auf den Sonnenliegen, mit den Füssen im warmen Sand graben, uns schwerelos vom 26°C warmen Meereswasser tragen lassen. Die Zwillinge planschten und schwammen unermüdlich im Meer, wobei Alexis auch gerne tauchte und Nicola auf Salzwasser im Gesicht jedes Mal mit einem Schreianfall «Maaaaamiiiiii, i gseh nüt meeeeeeh!» reagierte. Die Jungs kletterten über Felsen, fingen Krebse und angelten nach kleinen Fischen und gruben Löcher in den Sand.

Am Nachmittag kehrten wir jeweils ins Hotel zurück an den Pool und zogen am Abend noch einmal los an die während der Low Season nicht sehr volle Strasse hinter dem Strand. Dort mussten wir uns zuerst zwar immer an den Girl- und Gogo-Bars vorbeikämpfen. Nicola und Alexis machen ja noch keinen Unterschied, wer wie viel Haut zeigt und ihnen winkt oder zuruft. So bekam auch der offensichtlichste Lady-Boy ein Küsschen zugeschickt.

Am meisten begeistert waren unsere Jungs, dass unser Fussweg Richtung Strand auch immer am Muay Thai Boxing Camp vorbeiführte. Zwar sahen wir nie einen richtigen Kampf, aber schon die testosterongeschwängerte Luft bei einem Training reichte bereits aus für eine grosse Jungen-Faszination. Hingegen ich hätte zum Ausgleich am liebsten den nächsten Hello-Kitty-Laden gestürmt oder mich im Einhorn-Cafe in einen flauschigen Sitz gedrückt und Harfenklängen gelauscht. Aber als Zwillingsbuben-Mami musste ich mich einmal mehr der Mehrheit fügen. Alexis und Nicola durften Boxhandschuhe anziehen und selber ein paar Fäuste verteilen. Beim schweisstreibenden und ziemlich aggressiven «Advanced Training» wurde ihnen aber auch angst und bange und sie wollten plötzlich sehr schnell freiwillig weiter.

Ursprünglich wollten wir auf eigene Faust mit Scootern noch Koh Samui erkundigen, haben es aber schliesslich nicht getan, sondern die Zeit nur am Meer und am Pool verbracht. Ausserdem die schmackhaftesten Mangos, Ananas, Passionsfrüchte, Wassermelonen und Kokosnüsse von ganz Südostasien genossen. Und wir hatten uns während der letzten Monate wirklich in ein paar Ländern durch das ganze Früchteangebot gegessen. Das Thai-Essen ist sowieso eines unserer Lieblingsküchen und insbesondere vom frischen Meeresfisch sowie Meeresfrüchte werden wir nun noch schlemmern, was möglich ist. Und Pommes Frites und Satay-Spiesschen für Nicola finden sich überall.

Von Koh Samui sind wir mit der Fähre weitergereist auf die kleinere Nachbarinsel Koh Phangan. Hier gefällt es uns viel besser als auf Koh Samui und wir haben spontan beschlossen, statt nur wie ursprünglich gedacht drei Tage die ganze restliche Meeres-Zeit bis zum Flug nach Bangkok auf Koh Phangan zu bleiben.

Nun geniessen wir während unseren letzten Reisetagen noch einmal in vollen Zügen die Sonne unter Palmen, Sandstrand und das glasklare Meer. Wer weiss, wann wir all dies das nächste Mal haben werden.

Happy in Thailand: Miriam Patrick Nicola Alexis

3 Kommentare
  1. LysaJulienBarbaraDidier
    LysaJulienBarbaraDidier says:

    Liebe Weltentdecker, geniesst die (vorläufig) letzten Tage im Quadrat! Wir geniessen währenddessen eure letzten Posts. Liebe Grüsse aus der Heimat von den vier pfusbuslosen Pfusbüsslern

  2. yo de nuevo
    yo de nuevo says:

    …der Tagesablauf klingt ja herrlich! Schade hat das Einhorn Café nicht mehr begeisterung ausgelöst 😉 Gibt es ein Foto davon 😉 ? Geniesst die letzten Tage am Strand und an der Sonne – hier scheint das Wetter nächste Woche vielversprechend zu werden – so wird hoffentlich der Schock, wieder nach Hause zu kommen, nicht all zu gross werden! Passt gut auf euch auf und lasst euch von den Full Moon (oder Half Moon, Quarter Moon und Alles-Andere-Moon) Parties nicht aus dem Konzept bringen 😉 <3 <3 <3

  3. mypcaminando hoch zwei
    mypcaminando hoch zwei says:

    Yo de nuevo, du kennst dich bestens aus mit den Parties auf Koh Phangan! Wir dachten ja, wir könnten den Vollmond schön umgehen, aber eben: mit Half Moon und Quarter Moon findet sich eigentlich jederzeit ein Grund für eine solche Party. Wir haben zum Glück trotzdem ruhige Ecken auf der Insel gefunden ;-). Abrazos

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