Letzte Tage in Bangkok

Es ist noch gar nicht so lange her, da haben wir die Tage bis zu unserer Abreise gezählt. Nun sind unsere sechs Monate Familien-Reiseauszeit fast vorbei, heute ist unser letzter Abend in Thailand.

Zugegeben, die letzten Tage in Bangkok haben wir nicht mehr wirklich Grossartiges auf die Beine gestellt. Noch einmal im Tuk-Tuk durch die Stadt gedüst und Abgase eingeatmet. Da einen Markt besucht, dort im Shopping-Center noch ein paar Souvenirs und letzte Geschenke eingekauft. Für je 6 CHF noch ein letztes Mal in die Manicure und Pedicure, für 12 CHF eine Stunde in die Massage. Wir haben Nicolas Sandalen und meine Hose flicken lassen von Alles-Könnern der Strasse. Und letzte Baht-Münzen den Kindern überlassen, damit sie diese den Menschen entlang der Strasse in den hochgehaltenen Pappbecher werfen konnten.

Am Hotel-Pool herumgesessen, so oft getragene Kleider zum Verschenken aus-, Einkäufe in die Rucksäcke einsortiert. Letzte Mango- und Maracuja-Shakes genossen und die letzte frische Kokosnuss geschlürft und ausgekratzt. Noch einmal leckeren Thai-Streetfood gegessen. Und Sushi, denn da unsere Jungs genau wie der Papa am liebsten Sashimi vom Edelfisch mögen, würde uns ein Besuch im Sushi-Restaurant daheim in der Schweiz fast ruinieren.

Nicht, dass sich bei uns ein Reise-Blues breitgemacht hätte. Aber so nahe an der Heimreise sinkt die Motivation zum Organisieren sowie Neues, Aufwändiges anreissen – mit Kindern sowieso. Sie sehen den Unterschied nicht zwischen dem Floating Market in Kambodscha oder in Thailand. Für sie ist ein goldener Palast auch einfach wieder ein Tempel. Ob dort ein ihnen unbekannter König gehaust hat oder nicht, spielt keine Rolle. Wir fühlen uns alle vier reich und gesättigt an Eindrücken der letzten Reisemonate.

Schweiz, wir kommen

Das Taxi für morgen früh zum Flughafen ist organisiert, der 11.5-Stunden-Flug mit Swiss bestätigt. In der Schweiz wissen unsere Liebsten, wann am Zürich Flughafen die Kuhglocken geschwungen werden sollen und gejodelt werden darf (nur ein Scherz – bitte nicht…).

Wie fühlt sich das an? Traurig? Wehmütig? Froh? Wofür seid ihr dankbar? Worauf freut ihr euch am meisten? Das werden wir nun von allen Seiten gefragt. Sicher ein Mix von allem. Traurig, weil diese sechs Monate intensivste Familienzeit fast vorbei sind und wehmütig, weil sich das so bald nicht mehr wiederholen lassen wird.

Dankbar, weil wir das Backpacker-Reisegefühl zusammen mit unseren Kindern erleben und so viele neue wunderschöne Orte kennenlernen durften. Aber wir sind auch froh, dem Reisen vorläufig «zu entkommen», weil Reisen mit Kindern und das Rund-um-Die-Uhr-Zusammensein einfach auch sehr anstrengend ist.

Jetzt freuen wir uns auf Zuhause, wo wir in der glücklichen Lage sind, ein Leben zu haben, aus dem wir nicht in den Ferien oder eben aus Reisen flüchten müssen. Wir haben ein wunderschönes Daheim, ein Haus umgeben von Wald und Wiese, wo wir uns sehr wohl fühlen. Wo oft geliebte Menschen zu Besuch kommen oder wir schnell bei ihnen sind. Wo auch Tiere daheim sind, die uns sehr am Herzen liegen.

Home is where your heart is, heisst es so schön. Auch wenn wir vier als engste Familie auf dieser Reise noch näher zusammengewachsen sind und wir wissen, dass wir überall auf der Welt zusammen bestehen und so zufrieden sein können: es ist gerade mit Kindern schön, sind noch mehr Menschen um uns herum, mit denen sich die kleinen und grossen Momente teilen lassen. Die uns als Menschen schon lange kennen und schätzen, genau so, wie wir sind. Solche Menschen – nebst den regelmässigen Horizonterweiterungen in Form von Reisen 😉 – sind der Reichtum des Lebens.

Ihr Lieben zu Hause in der Schweiz, wir freuen uns riesig auf euch! Und ihr Lieben überall auf der Welt: schön, dass ihr auch immer dabei seid, ganz egal, wo wir uns gerade herumtreiben!

Dankbar und vorfreudig auf die Heimkehr: Miriam Patrick Nicola Alexis

3 Kommentare
  1. Käthi
    Käthi says:

    Hallo zäme, kaum zu glauben, dass eure Reise schon vorüber ist. Einfach toll wir ihr als Familie viele schöne Orte besuchen konntet. Habe immer jeden Blog verfolgt, wirklich sehr interessant. Nun bleibt mir noch zu sagen Welcome Home bis bald. Lg Käthi

  2. Christiane
    Christiane says:

    Hallo ihr Lieben, das muss mal gesagt werden: vielen, vielen lieben Dank für eure tollen Berichte! Auch wenn wir nicht mehr so viel Kontakt haben, es war einfach toll eure Reise aus der Ferne zu verfolgen und manchmal macht es wehmütig, manchmal hat man aber fast selbst das Gefühl dabei zu sein. Ich wünsche euch einen guten Heimflug und alles Liebe für die Zukunft! Herzliche Grüße aus Deutschland, Chris

  3. LysaJulienBarbaraDidier
    LysaJulienBarbaraDidier says:

    Danke für diesen Post Miriam, wir können, wie so oft, alles gut nachfühlen. Aber was wir eigentlich sagen wollen: WELCOME HOME ihr vier Weltenbummler! Liebe Grüsse vom bereits wieder eingegliederten Pfusbusteam

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