Jetzt sind wir also mit einem eigenen Fahrzeug unterwegs in Malaysia: ein silberner Toyota Vios, Automat, gerade gross genug für uns vier und das Gepäck (es sei denn, wir gehen noch weiter auf Shopping Tour). Nach einigen Irrwegen mit unserem schweren Rucksack-Gepäck am Kuala Lumpur International Airport hat uns ein hilfsbereiter Malaysier schliesslich zu der versteckten Rental Car Firma geführt. Mit der Reservation per Internet noch von der Schweiz aus hat also alles geklappt, prima.

Es konnte los gehen im Linksverkehr, Patrick am Steuer. Gleich als erstes betätigte er natürlich die Scheibenwischer anstelle des Blinklichtes (die Schalter sind bei einem linksgesteuerten Auto auch umgekehrt). Das wird fortan noch öfters passieren, deswegen: mit sauberen Scheiben durch Malaysia. Aber solange es bei dieser Verwechslung bleibt und nicht auf die falsche Seite in eine Einbahnstrasse oder ein Kreisel eingebogen wird, ist es ja nicht weiter tragisch.

Patrick hatte das links fahren schnell raus und innert Kürze waren wir vom Flughafen auf der Autobahn Richtung Süden. Die Autobahn in Malaysia ist gebührenpflichtig und funktioniert mit Mautstellen. Das haben wir auch gut hinbekommen. Die malaysische Sprache ist für uns nicht so schwierig zu verstehen. So haben wir uns an der Mautstelle einfach in der Reihe «Tiket» angestellt. Auch die Orientierung ohne Navi-System geht ganz gut dank der gut verständlichen Beschilderung – sogar für jemanden wie mich, wo doch Orientierung nicht gerade meine Stärke ist.

Wir waren noch keine 5 km unterwegs, ging auf dem Rücksitz schon die erste Keilerei los. Kindersitze sind in Malaysia nicht vorgeschrieben und bei den Mietpreisen unseres Autovermieters (2 Kindersitze hätte noch einmal einer Tagespauschale der Autos entsprochen und zum Kaufen haben wir bisher keine gefunden…) haben wir schliesslich entschieden, es eben wie die Einheimischen auch ohne Kindersitze zu probieren. Das war wohl, als müssten die Revierkämpfe auf dem Rücksitz neu ausgefochten werden. In die Sicherheitsgurte lässt sich schliesslich ziemlich weit zum Bruder herüberhangeln und diese Grenzen wurden beidseitig grosszügig ausgelotet.

Für die Zwillinge ist es auch ziemlich langweilig auf dem Rücksitz, sitzend sehen sie von der Höhe her kaum aus dem Fenster. Wir werden für die weiteren Fahrten eine Art «Sitz-Aufsatz» bauen. Von Kuala Lumpur bis nach Melakka haben Nicola und Alexis sowieso nicht viel verpasst. Die einzige Abwechslung bot ein überfahrener Affe. Ansonsten war die 150km-Autobahnstrecke fast nur gesäumt von Ölpalmen-Plantagen soweit das Auge reicht. Das Palmöl-Business oder eher die Rodung des Regenwaldes für die Ölpalmen-Plantagen hat uns bereits auf der letzten Reise sehr beschäftigt (siehe Im Dschungel Am Kinabatangan River) – damals ebenfalls in Malaysia auf Borneo. Auf dem malaysischen Festland scheint es noch extremer zu sein.

Unser Miet-Toyota bleibt nun erst einmal ein paar Tage auf dem Hotel-Parkplatz von Melakka stehen. In dieser Südmalaysischen Stadt feiern wir nämlich Neujahr.

Wir haben den Durchblick mit den sauberen Scheiben: Miriam Patrick Nicola Alexis

3 Kommentare
  1. Helga
    Helga sagte:

    Hallöle!
    Heute ist die glückskatze 😻 mit den lausbuben 👼angekommen. Vielen lieben dank! Danke für die Wünsche😘. Auch euch weiterhin tolle Stunden da drüben mit guter Landung im nöie johr! 🎆🎉

  2. Käthi
    Käthi sagte:

    Hallo zäme, verfolge eure Reise immer sehr gespannt. Hiermit wünsche ich euch nur das Beste auf eurer Reise und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Machets guet Käthi und René

  3. mypcaminando hoch zwei
    mypcaminando hoch zwei sagte:

    Gern geschehen und Danke dir! Dir auch gute Landung oder noch besser gutes Durchstarten im 2017! Liebi Grüess, Miriam Patrick Nicola Alexis

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