Patrick schafft erste Etappe von Takeshi’s Castle

Rotierende Planken überqueren oder im überdimensionalen Sumoringerkostüm einen Gegner aus dem Ring drängen wie in Takeshi’s Castle sind leichte Übungen dagegen: die japanische Administration entpuppte sich für Patrick als erste grosse Hürde. Dabei wäre doch alles ganz einfach! 

Eine kurze Vorgeschichte. Ab Mitte Oktober planen wir, uns mit unseren Freunden Stella und Matthias in Tokyo zu treffen und während drei Wochen den Süden Japans mit dem Auto zu erkunden. Stella und Patrick wurden auserkoren zum Fahren des Mietautos.

Da weder der Schweizer noch der internationale Führerschein von Schweizern in Japan zählt (es fehlt auch da an einem bilateralen Abkommen), ist eine offizielle Übersetzung des Schweizer Führerscheins auf Japanisch Vorschrift. Um diese Übersetzung kümmert sich die Schweizer Botschaft in Japan und Schweizer Bürger müssen lediglich eine Einzahlung von 40 CHF leisten mit dem Vermerk des Namens und nachher auf dem Postweg eine Kopie des Schweizer Führerscheins nach Tokyo senden. Eigentlich ganz einfach.

Die Einzahlung ist schnell gemacht, Stella und Patrick senden die Kopie ihres Führerscheins am selben Tag separat auf dem Postweg nach Tokyo. Stella hält ihr japanischer Führerschein knappe zwei Wochen später in der Hand, Patrick wartet weitere zwei Wochen, dann ist es ein Monat. Was ist da bloss schief gegangen?

Patrick erkundigt sich per E-Mail auf der Schweizer Botschaft in Japan. Und siehe da, eine umgehende, hocherfreute und geradezu japanisch höfliche Antwort mit ausführlicher Erklärung: Sie seien sehr froh, dass sich Mr. Schmid meldet, sie haben schon verzweifelt nach ihm gesucht, die Übersetzung sei bereits am 14. Mai gemacht worden.

Da aber weder bei der Überweisung noch auf der Kopie des Führerscheins Kontaktinformationen zu finden waren und Patrick natürlich keinen Absender auf den Umschlag geschrieben hatte, wussten sie nicht, wohin sie die Übersetzung des Führerscheins senden sollten. Und Patrick Schmid ist nun mal ein nicht gerade seltener Name in der Schweiz.

Trotz der selbstverschuldeten Umstände versprach man Patrick bei der Botschaft, den japanischen Führerschein sofort neu zu datieren und schnellst möglich in die Schweiz zu senden. Und siehe da: zwei Arbeitstage später liegt er im Briefkasten. Japan ist wirklich eine äusserst vorbildliche Dienstleistungsgesellschaft, wir freuen uns!

Apropos Bürokratie: Unseren Pass mit den Visa für Russland, Mongolei und China haben wir noch immer noch nicht zurück bekommen. Für den Aufenthalt in Russland und in der Mongolei haben wir zwar scheinbar die Genehmigung erhalten, doch für China wurden wir im ersten Anlauf abgelehnt. China vergibt Visa normalerweise erst 50 Tage vor Einreise, doch dann sind wir bereits unterwegs. Der überaus wertvolle Visa-Service von Globetrotter kümmert sich nun um eine Sondergenehmigung, damit wir noch vor der Abreise im Juli das China-Visum bekommen.

Die Einzelteile fügen sich langsam zusammen! In grosser Vorfreude: Miriam y Patrick

6 Kommentare
  1. Miiss
    Miiss says:

    Hey Miiss und Mister!
    Mister, so schön.. 🙂 da hät e chönne si.. be doch wedermau froh, dass i ned die einzig be uf dere Wäut, wo aube so Sache passiere…;-)
    Be etze gad wedermau uf öichere Website gsi, go stöbere, die nöie Brechte läse ond e muess säge, der heit da mega schön gmacht, met ganz veu Liebi zom Detail! Me merkt sehr guet, wie fescht ehr öich uf die Zit fröiet! Das esch eifach ongloublich toll, as der öich dä Troum erföuet! E fröi mi mega met o för öich! Fröi mi etze scho met tolle Belder und interessante Brechte es betzeli met uf öichi Reis zcho.. 🙂
    :-*

  2. die anderi Miiss
    die anderi Miiss says:

    Ach Miiss, so lieb! Merci vöu Mou! Du besch sowieso emmer uf de Reis „debi“, weisches! :-*

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