Immer wieder werden wir gefragt, wie wir uns unterwegs eigentlich organisieren, wie wir die Route entscheiden, was wir vorausbuchen und so weiter. Deshalb an dieser Stelle einmal ein paar Worte dazu.

Mit dem Vorausplanen und -buchen halten wir uns an folgenden Grundsatz: so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Wobei mit Kindern nun schon mehr vorausgedacht und geplant werden muss, weil mit hungrigen, übermüdeten Kindern an einem noch unbekannten und vielleicht unsicheren Ort eine Reihe von schäbigen Unterkünften abklappern, kann einem die Reisefreude schnell verderben.

Für die 2 Wochen in Thailand, Katanoi, hatten wir Flug und Unterkunft von der Schweiz aus organisiert und uns vorab im Internet informiert über Preise für Transport, Essen, Ausflüge etc. Das ist immer sehr sinnvoll und man fühlt sich besser vorbereitet – gerade in Ländern mit verhandelbaren und meist höheren «Gringo-Preisen».

Nach Malaysia hatten wir den Flug und die ersten Nächte in Kuala Lumpur bereits von der Schweiz aus organisiert sowie ein Mietauto reserviert. Alles Weitere lief «freestyle» und jeweils spontan nach eigenen Recherchen oder persönlichen Empfehlungen. Wir haben den neusten Lonely Planet «South East Asia on a Shoestring» mit dabei, der allerdings wegen des grossen Länderumfangs nur sehr oberflächliche Ideen gibt zum jeweiligen Land. In die Tiefe haben wir online recherchiert, denn in Asien ist in den meisten Unterkünften «free wifi» mit dabei – mal mit schwacher, mal mit sehr guter Verbindung. Wenn die Zwillinge abends etwas früher schlafen als Patrick und ich (was nicht immer der Fall ist…) oder aber wenn ich morgens als Erste wach bin (was eigentlich immer der Fall ist…), wird diese Zeit genutzt zum Besprechen, Recherchieren, Planen, Buchen und Schreiben.

Hilfreichster Link für Flugbuchungen:

www.skyscanner.de

Hilfreichste Links für Unterkünfte (alle mit einem verlässlichen Bewertungssystem):

www.booking.com

www.hostelworld.com

www.hostelbookers.com

Für uns als Familie eignet sich www.booking.com am besten, da wir vergleichsweise günstige Familienzimmer buchen oder Hotelzimmer mit Extrabetten ausstatten können, während wir in einem Hostel/Jugendherberge/Guesthouse pro Person (d.h. alles  mal 4) rechnen müssten.

Hilfreichste Links für Ausflüge/Transport/Preisvergleiche:

www.tripadvisor.com

Zusätzlich geben die online haufenweise vorhandenen Reiseblogs (in unserem Fall speziell von Familien mit kleineren Kindern) immer gute Hinweise und Ideen, was es am jeweiligen Ort zu unternehmen und erkundigen gibt.

Auch wenn beim Reisen als Familie deutlich weniger Zeit zum Recherchieren und Planen bleibt: Backpacker-Reisen als Familie ist gar nicht so schwer, man muss sich nur trauen! Schliesslich geht es um die Erfüllung von Träume, so auch unsere…

…weitere Reiseplanung: Sumatra – ein Reisetraum wird wahr!

Ja, richtig gelesen im Titel, wir fügen vor unserem Weiterflug nach Neuseeland noch einen kleinen Abstecher nach Sumatra ein. Sumatra, Pirateninsel, Indonesiens Naturparadies, tsunami- und erdbebengeplagt. Vor allem aber nebst Borneo der letzte Rückzugsort von freilebenden Orang-Utans. Und genau deswegen reisen wir nach Sumatra.

Der Orang-Utan ist nicht nur Alexis Lieblingstier, sondern für uns alle ein wunderbares, schützenswertes Geschöpf der Natur. Patrick und ich haben auf unserer letzten Reise bereits auf Borneo Orang-Utans in freier Wildbahn gesehen (Im Dschungel am Kinabatangan River), auf Sumatra soll dies aber noch näher möglich sein. Auf wärmste Empfehlung einer anderen Orang-Utan-Freundin (Danke, liebe Stephy!) haben wir nun einen Flug nach Medan, Sumatra gebucht, was von Kuala Lumpur nur 45 Flugminuten entfernt liegt und dank Air Asia preislich in unser Budget passt. Von Flughafen Medan aus werden wir ca. 3 Stunden per Auto bis zu einem indonesischen Dorf namens Bukit Lawang chauffiert, das Tor zum Nationalpark Gunung Leuser. In Bukit Lawang gibt es auch ein Orang-Utan Rehabilitation Center, also eine Auswilderungsstation für unsere rothaarigen Verwandten, und genau dort soll es sehr wahrscheinlich sein, auf Dschungeltrekkings diesen Tieren zu begegnen. Eine Guide-Empfehlung haben wir von Stephy auch schon erhalten und dank modernen Medien bereits mit ihm Kontakt aufgenommen. Auch ein Hotel haben wir reserviert. Da wir nur wenige Tage in Bukit Lawang bleiben (4 Nächte, 3 volle Tage), ist es sicherer, wenn alles vororganisiert ist.

Nach diesem Abstecher nach Indonesien (ihr werdet dann im Blog davon lesen) fliegen wir von Medan wieder zurück nach Kuala Lumpur und haben ein paar Stunden am Flughafen zu überbrücken. Dann geht es weiter mit einem laaaaaangen Air Asia-Flug (ca. 12 Stunden ohne onboard entertainment – wie werden wir das schaffen!?) nach Auckland, Neuseeland. Damit verabschieden wir uns von Asien – aber nur vorläufig. Ungefähr Mitte März kehren wir wieder zurück, um noch ein paar weitere Länder Südostasiens zu bereisen. Was genau, wie und wann, legen wir dann wahrscheinlich erst während unserer Neuseeland-Zeit zurecht.

Vorfreudig auf alle weiteren Reiseabenteuer: Miriam Patrick Nicola Alexis

3 Kommentare
  1. Monica
    Monica sagte:

    Spannen! Ich hab mich auch immer gefragt, wie ihr das macht. Danke für den informativen Bericht. 🙂

  2. Annelies & Bernhard
    Annelies & Bernhard sagte:

    Super, liebe Miriam! Wir freuen uns auf die tollen Fotos aus dem Dschungel von Borneo😀

  3. Ulla Fischer
    Ulla Fischer sagte:

    Liebe Miriam und Jungs, während im Fernsehen die Einweihung der Elbphilharmonie zu hören ist, lese ich euren interessanten, informativen, spannenden und vor allem sehr unterhaltsamen Reisebericht. Für uns im kalten nassen Norden ist es eine einzige Freude mit euch auf große Fahrt zu gehen. Wünschen euch nur das Beste für die folgenden Wochen. Herzlichst Ulla

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