Vier Tage Stop-over in Sidney

Sydney Airport, 10 am, und nur noch 10 Stunden Zeitunterschied zur Schweiz. Hatten wir für unsere beiden Rucksäcke schon zusätzliche 260 Dollars bezahlt, waren diese immerhin als erste auf dem Gepäckband.

Ein Taxi brachte uns zur vorreservierten Unterkunft. Wir waren diesmal ziemlich spät gewesen mit einer Reservation und die Auswahl zu einem bezahlbaren Preis (d.h. unter 1000 Dollars für 3 Nächte) fiel ziemlich dürftig aus. So landeten wir im Alishan International Guest Houe an der Glebe Road. Als erstes verlangten wir sogleich einmal ein anderes Zimmer, um zumindest Tageslicht zu haben. Dieser Wunsch wurde uns gewährt, wir bekamen ein 6-Personen-Dorm zugeteilt. Bezüglich Sauberkeit: wäre das Haus in den Tropen gewesen, hätten wir sicher Kakerlaken-Begegnungen gehabt. Die vietnamesischen Besitzer waren jedoch sehr freundlich und hilfsbereit und die multi-kulturelle Glebe Road eine tolle Lage. Mit Sushi, Thai Food und Spring Rolls zu günstigen Preisen konnten wir uns kulinarisch zumindest schon bestens auf Asien einstimmen. Ansonsten genossen wir in Australien auch noch einmal feines knuspriges Brot, frisch gerösteten Kaffee und zu jedem Frühstück 1 kg Erdbeeren (hatten wir schon erwähnt, dass wir Vielfrasse als Kinder haben!?) aus dem Veggie & Fruit Shop gleich in der Nähe unserer Unterkunft.

Den ersten und den letzten Tag verbrachten wir mit dem Erkunden der Gegend zu Fuss, Einkaufen, Arztbesuch (Alexis hat seit einigen Wochen einen «Ausschlag» an den Beinen und wir wollten dies besser in einem westlichen Land abgeklärt haben als in Südostasien. Gemäss der freundlichen Ärztin ist der Ausschlag aber harmlos), Friseur-Besuch (Miriam), Spielen, Schreiben, Film schauen, zur Ruhe kommen in dieser geschäftigen Stadt.

Sidney Harbour und Opera House

Mit dem Bus direkt vor der Haustüre erreichten wir nach rund 30 Minuten Fahrt den Circular Quay, von wo aus wir eines der wohl bekanntesten Gebäude der Welt anschauen konnten: das Opernhaus von Sidney. Oder «Muschelhaus», wie es von Nicola und Alexis genannt wird, gleichen doch die weissen Dächer riesigen Muscheln. Egal wie es genannt wird: aus der Nähe macht das weisse Gebäude einen nicht ganz so prunktvollen Eindruck.

Trotzdem ist es beim Reisen jeweils überwältigend, wenn man Wahrzeichen eines Landes oder einer Stadt nur von Bildern kennt und dann plötzlich direkt davorsteht. So erging es uns auch mit dem Opera House und der Harbour Bridge. Dass es am Circular Quay auch noch ein eindrückliches Kreuzfahrtschiff zu bewundern gab, freute uns alle. Überhaupt ist das Hafenareal von Sidney ein schönes, wenn auch natürlich eher touristisches Viertel.

Harbour Sightseeing und Taronga Zoo

Nebst dem Viertel rund um den Circular Quay ist auch der Darling Harbour von Sidney sehenswert. Mit einem tollen Ausblick von der Brücke auf das Maritim Museum, das den männlichen ¾-Anteil der Familie mit seinen Kriegsschiffen und U-Booten schon nur aus der Ferne beeindruckte. Wir bestiegen im Darling Harbour aber ein anderes Schiff, nämlich einen Katamaran der Firma Eco Hopper, der uns via den Circular Quay auf die andere Seite des Hafens brachte, zum Taronga Zoo. Wenn wir in Australien schon keine Zeit hatten, auf eigene Faust die Wildnis zu erkunden, dann wollten wir uns die Tiere im Zoo ansehen.

Vom Anlegesteg brachte uns eine Seilbahn bis zum Zoo-Eingang ganz oben und so konnten wir bei schönster Aussicht auf Sidney City kreuz und quer durch den Zoo den Hang hinunter spazieren. Im Zoo gäbe es auch Elefangen, Giraffen & Co. zu sehen, aber wir haben uns an jenem Tag vor allem auf die australischen Tiere konzentriert, die wir noch nie live oder in einem anderen Zoo gesehen hatten. So herzig, die schlummernden Kuala-Bären und Wombats, Emus, Wallaby und Kängurus. Nicola und Alexis waren besonders interessiert am Tasmanischen Teufel, weil dieser «emmer so verrockt ond aggressiv» wird. Und trotzdem auch bedroht ist mit einem immer kleineren Lebensraum.

Die Rückfahrt vom Taronga Zoo führte mit dem Katamaran noch einmal am Opernhaus und unter der Harbour Bridge hindurch – diesmal bei Sonnenschein. So zeigte sich Sidney von seiner wirklich schönsten Seite. Wer weiss, vielleicht kehren wir eines Tages doch noch für längere Zeit nach Australien zurück.

Übrigens: Die Visa für Australien hat auch bei der Ausreise niemand kontrolliert.

Goodbye Australia: Miriam Patrick Nicola Alexis

1 Antwort
  1. yo de nuevo
    yo de nuevo says:

    Oha – gleich die Queen Victoria habt ihr zu Gesicht bekommen? Nicht schlecht 😉 Sidney klingt spannend! Und die Story mit dem Visum ist ja wieder mal typisches Reiseglück oder… 😉

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